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Leserbriefe

Gute Schulen für unsere Kinder

07.12.2013 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hans Dörr, Notzingen, Kreisvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Zum Leserbrief „Schulen und Gerechtigkeit“ vom 28. November. Dass wir gute Schulen für unsere Kinder brauchen und dass es unterschiedliche Standpunkte gibt, was gute Schulen ausmacht, dürfte nicht strittig sein. Dass wir einen konstruktiven Schulstreit mit dem Ziel eines Schulfriedens brauchen und dass das Verharren in bildungsideologischen Schützengräben uns nicht weiterbringt, ist bei vielen Bürgern und Politikern angekommen, auch in der CDU.

Schon im November 2011 hatte sich der CDU-Bundesparteitag für die „Zusammenführung von Haupt- und Realschulen“ ausgesprochen. Hauptschule solle es weiter geben, „wo diese funktionieren und dem Elternwillen entsprechen“. Im ursprünglichen Papier war die CDU-Parteispitze für die Einführung eines „Zwei-Wege-Modells in allen Ländern“ eingetreten, das aus Gymnasium und Oberschule bestehen sollte. Heftige Kritik an diesem Ziel kam aus der baden-württembergischen CDU. Wie sieht Thaddäus Kunzmann, CDU-Landtagsabgeordneter, den Beschluss seiner Bundespartei?

In der Leserbriefkontroverse zum Gemeinschaftsschulantrag in Frickenhausen („Die Zeichen der Zeit im Täle“) spricht er davon, dass die grün-rote Landesregierung „ohne Not“ ein „erfolgreiches gegliedertes Schulwesen“ ausheble. Herr Kunzmann verwechselt da etwas. Die Haupt- und Werkrealschulen wurden weder von der CDU/FDP-Landesregierung noch werden sie von der derzeitigen Landesregierung „ausgehebelt“. „Ausgehebelt“ werden sie seit vielen Jahren davon, dass die Elternschaft in der Bundesrepublik und auch in Baden-Württemberg den „Mittleren Bildungsabschluss“ für das Bildungsminimum hält – und ihre Kinder immer weniger auf die Haupt- und Werkrealschulen schickte.

Als langjähriger Rektor einer Grund- und Werkrealschule weiß ich, dass das nicht an der Qualität der pädagogischen Arbeit an den Haupt- und Werkrealschulen liegt beziehungsweise lag. Die ist und war ausgezeichnet. Trotzdem stimmen seit vielen Jahren die Eltern mit den Füßen gegen die Haupt- und Werkrealschulen ab. Auf diese Problemlage muss auch die CDU in Baden-Württemberg eine schlüssige Antwort finden. Die ganzen Aufwertungsprogramme der Vergangenheit konnten den Schülerschwund nicht stoppen – jetzt wird Herrn Kunzmann der Werkrealschule und ihren Schülern mit dem Schönreden des „besten Schulsystems Deutschlands“ und dem polemisch-plumpen Schlechtreden der Gemeinschaftsschulen auch nicht helfen können.

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