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Großbettlinger wollen keine Biogasanlage

04.12.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ralf Brenner, Großbettlingen. Herr Klaußer machte vergangene Woche bei der Info-Veranstaltung zur geplanten Biogasanlage in Raidwangen klar, dass die Stadtwerke ja keine Strom- oder Gaskunden in Großbetlingen haben, die Geld in die Stadtwerke- Kasse bringen. Wäre das der Fall, dann würden bestimmt viele von uns den Energielieferanten jetzt wechseln. Ein erfreulicher Zufall für die Stadtwerke, dass nun das Großbettlinger Gatter der einzig mögliche Standort für die Biogasanlage sein soll. Viele Nürtinger bewegt das Thema somit wohl nicht. Als negativ wird von Herrn Klaußer hervorgehoben, dass man für die Biogasanlage zwei Hektar Wald opfern muss. Das macht sogar der BUND mit. Als Partner für den lokalen Naturschutz ist der BUND in Nürtingen für mich somit keine ernst zu nehmende Institution mehr. Dieser Wald ist für uns wertvoll, auch wenn die Bäume noch nicht ausgewachsen sind. Bis erforderliche Ausgleichsmaßnahmen greifen, dauert es mehrere Jahrzehnte.

Mir liegen Berichte der Feuerwehr Schwallungen von zwei Einsätzen bei der dortigen Firma Saria Refood vor. Von einer Brandstiftung ist da keine Rede (meint Frau Dr. Reiter etwa einen weiteren Brandfall?). In einem Fall rückte die Feuerwehr umsonst aus. Es lag kein Brandfall vor. Aber in dem Feuerwehrbericht heißt es zur Alarmierung durch Beschäftigte der Biogasanlage: „In Anbetracht des nicht unerheblichen Gefährdungspotentials, das von der Biogasanlage ausgeht, haben die Firmenangehörigen richtig gehandelt . . .“

Eine Biogasanlage gehört meiner Meinung nach nicht in die Nähe von Wohngebieten. Wenn solch eine Anlage nirgendwo Platz hat, muss man eben darauf verzichten. Wir Menschen in Großbettlingen und im Roßdorf (mehr als 8000) sind keine Bürger zweiter Klasse. Es kann nicht sein, dass wir für den Profit der Stadtwerke, der Firma Saria Reefood und für Gewerbesteuereinnahmen der Stadt Nürtingen herhalten müssen. Es darf nicht sein, dass die Natur um uns, unsere Sicherheit und Lebensqualität gegen die Anlage eingetauscht werden.

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