Leserbriefe

Gott und die Ministerin

03.01.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hans Fröhlich, Frickenhausen-Tischardt. Zum Kommentar „Ding unser“ vom 22. Dezember. In keiner der geistigen Aktivitäten des Menschen gibt es mehr Konflikte zwischen Gebräuchen und Sitten auf der einen und der Glaubwürdigkeit auf der anderen Seite als in den Religionen. So bleiben wir auch im „Sexualzeitalter“ von der Debatte über die Geschlechtsangehörigkeit Gottes nicht verschont. Wie töricht, würden Humanisten sagen! Der Schnitzer der Familienministerin Kristina Schröder hinsichtlich der Gottesdeutung zeigt, wie oberflächlich unsere Politiker handeln – und ich gebe Stephan Mayer (einem CSU-Bundestagsabgeordneten) recht, wenn er sagt: „Anstatt immer wieder völlig sinnlose Debatten anzuzetteln, sollte die Ministerin einfach mal ihre Arbeit machen.“

Wie abwegig unsere Machthaber heute vom andächtigen und respektvollen Handeln gegenüber unserer Existenz und Zukunft fortschreiten, sieht man auf den ersten Blick in drei Artikeln der Titelseite dieser Zeitung. Zitate: „Trotz schrumpfender Zahl an Katholiken in der Landeshauptstadt werden einfach Kirchen nicht geschlossen oder verkauft.“ Und: „Im Hinblick auf das Reformationsjubiläum 2017 zeigte der katholische Bischof Gebhart Fürst wenig Zuversicht, dass der Papst den Protestanten auf dem Weg zur Ökumene zumindest mit einer Geste entgegenkommen könnte.“

Rom wird wohl kaum den Kirchenbann gegen Martin Luther zurücknehmen. Der Höhepunkt einer Verhohnepipelung wurde dann mit der Glosse „Der Tag danach“ und dem dort hergestellten Zusammenhang mit „dem halbhöheren Wesen mit Chefbüro in der Landeshauptstadt“ (also Ministerpräsident Kretschmann) erreicht, in der beim nächsten Weltuntergang der Treffpunkt in der Villa Reitzenstein vorgeschlagen wird.

Leserbriefe

Kein Beitrag zur Barrierefreiheit

Manfred Reichle, Nürtingen. Zum Artikel „Kompromisse für den Schillerplatz“ vom 8. November. Dass nun ein Baum weniger gefällt werden soll als ursprünglich geplant, ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Nun sind zwei Bäume so krank, dass man sie fällen muss – (ein Schelm, wer Böses…

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