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Gesundheitliches Risiko wird negiert

02.06.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Prof. a.D. Helmuth Kern, Neckartenzlingen. Zum Artikel „Unsere Mitarbeiter bestimmen ihren Arbeitsplatz selbst“ vom 25. Mai. Im Interview mit Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter wird deutlich, warum Informationskampagnen der Mobilfunkindustrie zu 5G notwendig sind. Es gäbe Gemeinden oder Bürgerinitiativen, die keine neuen Standorte wollten, das verzögere und verteuere den Ausbau. Gesundheitsbedenken seien unnötig. „Wir kennen keine anerkannte Studie, die gesundheitliche Schäden durch 5G belegt.“ (Ametsreiter).

Ganz anders die Position des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) von 2019: „Wie sich 5G genau auf die Exposition auswirken wird, also die Strahlung, der die Bevölkerung ausgesetzt ist, kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden.“ (Quelle: diagnose:funk). Um die Gesundheitsunschädlichkeit von 5G zu untermauern, zieht Ametsreiter das WLAN heran. Eine Übersichtsarbeit der Diplom-Biologin Isabel Wilke (2018) „Biologische und pathologische Wirkungen der Strahlung von 2,45 GHz auf Zellen, Fruchtbarkeit, Gehirn und Verhalten“, publiziert in „umwelt-medizin-gesellschaft“ 1/2018, zeigt jedoch eine Vielzahl von negativen gesundheitlichen Auswirkungen von WLAN, wie zum Beispiel auf die Gehirnfunktion und die Gehirnentwicklung. Der flächendeckende Einsatz von 5G betrifft jedoch mehr als die Gesundheit, nachzulesen bei Matthias Kroll: „Die Auswirkungen des 5G-Netz-Ausbaus auf Energieverbrauch, Klimaschutz und die Einführung weiterer Überwachungstechniken“, World Future Council, 2020: „Wenn das Internet schon jetzt für circa vier Prozent des globalen Stromverbrauchs verantwortlich ist und durch 5G ermöglichte neue Anwendungsfelder, wie mehr hochauflösendes Streaming und zahllose KI-Anwendungen rasant weiter zunehmen werden, ist kaum ersichtlich, wie der Aufbau von erneuerbarer Energie dies ausgleichen soll. Die Einhaltung der 1,5 Grad-Grenze ist dann sehr wahrscheinlich nicht mehr möglich.“ (S. 19f) Deswegen: statt interessengeleiteten Informationskampagnen unabhängige Forschung und Bewertung von 5G, um gemeinwohlorientierte Lösungen zu entwickeln.

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Sie predigen Wasser und trinken Wein

Roswitha Oberländer, NT-Oberensingen. Zum Artikel „Franziskus will keine ,Vogel-Strauß-Politik‘“ vom 11. Juni. „Im Gehorsam akzeptiere ich seine Entscheidung, so wie ich es ihm versprochen habe.“ Kardinal Marx ordnet sich den Anweisungen des Papstes unter. Wem ordnet sich der Papst als Oberhaupt…

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