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Leserbriefe

Gebäude steht zu 95 Prozent leer

20.02.2014 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jürgen Haug, Frickenhausen, Vorsitzender der SPD-Gemeinderatsfraktion. Zum Artikel „Wohin mit der Feuerwehr?“ vom 13. Februar. Nicht zum wiederholten, sondern zum ersten Mal hatte der Gemeinderat öffentlich über die Sanierung und Nutzung des alten Rathauses und einen neuen Anbau für die Feuerwehr in Tischardt beraten. Anlass dieser öffentlichen Beratung war der umfangreiche SPD-Fragenkatalog zu Flächen, Bodenwerten, Nutzerzahlen und Nutzungszeiten, Raumgrößen und manchem mehr.

Die ausführliche Beantwortung durch den Bürgermeister brachte bis auf die möglichen Kosten eine Fülle von Fakten auf dem Tisch, die bisher auch der Ortschaftsrat nicht hatte und daher auch nicht diskutieren konnte. Wir sehen es sehr wohl als eine Frage des Gemeinwohls, ob wir ein historisches Gebäude sanieren, damit es anschließend zu 95 Prozent der Zeit leer steht und für nichts anderes verwendbar ist. Und es macht auch keinen Sinn, auf der anderen Straßenseite rund 180 Quadratmeter neuen Raum zu schaffen, der auch zu 95 Prozent der Zeit leer steht, während Bedarf für altersgerechtes Wohnen gegeben ist. Schließlich sind es die Steuergelder unserer Bürgerinnen und Bürger, die wir dafür ausgeben. Und die Finanzen zukünftiger Generationen, die für Folgekosten wie Heizung, Strom und Unterhalt aufkommen müssen.

Durch die Vorschläge der SPD-Fraktion wird das Rathaus, das letzte historische Gebäude in Tischardt, freigestellt und seine Funktion als Bürgerhaus erhalten. Verwaltung und Vereine können dort unter guten Bedingungen arbeiten und tagen. Unser Vorschlag bringt Menschen in eine aus einem Guss gestaltete Ortsmitte. Zweckbauten zuerst abzureißen, um sie anschließend durch Garagen zu ersetzen – Ortskerngestaltung geht anders. Die Feuerwehr kann nach unserem Vorschlag im Gewerbegebiet in einem für ihre Bedürfnisse optimalen Gebäude und Umfeld unter besten Bedingungen ihre Aufgaben erfüllen. Kommunalpolitik braucht einen langen Atem, wir freuen uns, dass durch den Beschluss unser Vorschlag weiter untersucht werden kann.

Leserbriefe

Grüne verbieten keine Einfamilienhäuser

Gerhard Härer, Aichtal-Neuenhaus. Zum Leserbrief „Das Ende des Einfamilienhauses“ vom 22. Februar. „Es ist einfach albern“ meinte Ministerpräsident Kretschmann dieser Tage, dass irgendjemand in Deutschland verbieten wolle, dass Menschen Einfamilienhäuser bauen dürfen. Und es ist nachweislich…

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