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Ganz einfach: Masken für jeden

21.04.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Österreich fährt das Land langsam wieder hoch“ vom 7. April. „Masken für jeden“ – und der Erfolg ist überzeugend: In Südkorea, Japan, Taiwan geht das tägliche Leben weitgehend normal weiter, wie sogar in deutschen Medien lobend berichtet wird. Diese Länder haben schon lange aus anderen Epidemien – Schweinepest, Sars et cetera – gelernt und vorgesorgt: mit medizinischer Schutzkleidung und einem funktionierenden Gesundheitssystem. Vorsicht ist auch dort oberstes Gebot mit rechtzeitigen Schulschließungen und so weiter.

Aber selbstverständlich trägt dort jeder eine Mund-Nasen-Maske, um die Übertragung von Viren auf andere Menschen durch Tröpfcheninfektion zu minimieren. Das wäre auch in Deutschland eine äußerst sinnvolle und wirksame Maßnahme, wie in den letzten Tagen von immer mehr kompetenten Virologen gefordert wird, die bisher in TV-Talkshows nicht so gefragt waren. Leider gibt es immer noch Politiker wie den grünen Winfried Kretschmann, der in seinen geliebten TV-Auftritten als allwissender Landesvater eine eventuelle Maskenpflicht ablehnt. Österreich macht es anders und weitet die Pflicht zum Tragen von Atemmasken aus. Die Maßnahmen machen wohl Sinn und die Österreicher haben viel Vertrauen zu ihrer Regierung. Die deutsche Kanzlerin Merkel hingegen „. . . widersteht der Versuchung zur Eile“, wie Katja Bauer im Leitartikel schreibt. Also immer noch das falsche „Weiter so“ der vielen Jahre, in denen deutsche Politiker in Bund und Ländern unter CDU-Merkel im Privatisierungs-Wahn auch das deutsche Gesundheitssystem der Profitgier geopfert haben! Übrigens auch in Baden-Württemberg unter Kretschmann mit Schließung von Krankenhäusern, tausendfachem Bettenabbau und keiner Vorsorge für das Gemeinwohl in Krisen-Zeiten. Trotz Kretschmann werden wohl auch die Menschen in Baden-Württemberg bald alle aus Überzeugung und auch freiwillig Masken tragen und trotzdem Abstand halten – auch von den Politikern, die schon viel zu lange versäumt haben, vorsorgend „zum Wohl des Volkes“ zu handeln. Die Nürtinger Zeitung hat schon vorgesorgt am 2. April mit einer ganzen Seite „Behelfsmundschutz selber herstellen“. Sehr gut!

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