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Für wen arbeitet der Gemeinderat?

29.09.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Julia Rieger, Nürtingen. Was will die Mehrheit der Bürger in Sachen Wörth? Meine Erkenntnis in den Gesprächen mit Vertretern des Planungsamts und der Stadtkämmerei ist, dass weder das Hochwasser noch die Wohnungsnot noch die Finanzierung eine rationale Begründung für die Bebauung bis an den bestehenden Dammweg bieten. Der Bürgerwille wäre eigentlich Motivation genug für einen Gemeinderat zu entscheiden.

Kritiker des Forums Wörth behaupten, dass hier nur eine Minderheit, wenn auch eine lautstarke, spricht. Aber Fakt ist – wo sind die Unterschriften und Leserbriefe pro Bebauung? An die 2000 Unterschriften werden es wohl sein bis zum 2. Oktober, die den Gemeinderat auffordern, dem Bebauungsplan nicht zuzustimmen. Der Mehrheit ist es wohl egal. Aber demokratische Regeln machen aus einer Enthaltung ein Votum für die Mehrheit, die sich entscheiden kann. Ein Mitglied des Gemeinderats, der für einen Neckarpark votiert, kann nicht ganz falsch liegen, denn aus der Bürgerbefragung „Nürtingen – fit für die Zukunft“ 2010 lag das Bedürfnis nach einem Mehr an stadtnahen Grünflächen unter den Top Ten. Und das war eine nachweislich repräsentative Erhebung. Die Stadtverwaltung arbeitet im Auftrag des Gemeinderats. Für wen arbeitet der Gemeinderat?

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Unverhohlene Parteibrille

Wolfgang Niefanger, Oberboihingen. Zum Leserbrief „Umstiegsfantasien helfen da wenig“ vom 7. Januar. Es ist ja bekannt, dass Missionierende per se alles besser wissen und somit auch immer recht haben (müssen).

Nun ist Maike Pfuderer ja nicht irgendeine Zeitungsleserin, sondern im…

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