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Leserbriefe

Fastfood und Fußballplätze

27.03.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Angelika Mezger, Aichtal-Aich. Zum Artikel „Tankstelle und McDonald‘s für Aichtal“ vom 12. März. Ein Aufschrei der Entrüstung im Aichtal! Ein McDonald‘s soll gebaut werden. „Müll, fette Kinder, Lärm, Angestellte die schlecht bezahlt werden, hohes Verkehrsaufkommen, die Stadt Aichtal hatte bei dieser Entscheidung das Dollarzeichen im Auge, eine Katastrophe“! Diese Meinungen sind vielleicht im ersten Moment nachvollziehbar. Man sollte aner darüber nachdenken, dass die Gewerbeeinnahme der Stadt, ihren Bürgern, Kindern, Jugendlichen und Senioren zugutekommt.

Wir alle wünschen uns Fortschritt, wünschen uns, dass die Stadt Aichtal unsere Wünsche realisiert. Fußballplätze, Feuerwehrhaus, neu gestaltete Ortsmitten mit Begegnungsstätten, Digitalisierung in den Schulen, und vieles mehr. Stellen wir unsere Wünsche hintenan? Wie reagieren die Bürger, wenn es heißt: „Dafür haben wir kein Geld“?

Wie erklären wir unseren Kindern, dass der längst marode Spielplatz nicht mehr instandgesetzt werden kann oder dass Fußballspielen im Verein nur dann möglich ist, wenn das Geld für einen entsprechenden Platz vorhanden ist? Es steht doch jedem Elternteil frei, mit seinen Kindern eine Gaststätte seiner Wahl aufzusuchen. Ich persönlich finde die Entscheidung in Ordnung, weil ich mir meiner Verantwortung bewusst bin. Dass es immer wieder mal zu Exzessen kommen wird, sei es, dass man Müll unsachgemäß entsorgt oder dass sich der zu häufige Genuss von Fastfood negativ auf unsere Gesundheit auswirkt, ist anzunehmen. Aber dieses Phänomen wird man überall dort antreffen, wo ungebildete Menschen und Schmarotzer es sich in unserer Welt einfach machen. Das ist nicht zu vermeiden.

Ob nun ein McDonald’s oder ein „Mövenpick first-class“ Restaurant dort angesiedelt wird, es gibt für die Spezies „Mensch“ nie die perfekte Entscheidung. Der Wunsch nach innovativen Firmen, die frischen Wind ins Aichtal bringen sollen, scheint ein Frommer zu sein. Wer investiert in der jetzigen Zeit in ein Gewerbe mit ungewisser Zukunft? Da nützt auch der Anreiz auf Mindestlohn und fairen Bedingungen nichts, wenn wir weiterhin dem Chaos der Politik ausgesetzt sind. Eins ist sicher: Essen und Trinken ist ein fundamentales Bedürfnis aller Menschen und deshalb die sicherste Quelle um die Wirtschaft zu stärken.Deshalb schlage ich vor, dass wir nicht jetzt schon den Teufel an die Wand malen, sondern uns darauf besinnen, was wirklich ein Grund zur Revolte wäre.

Leserbriefe

Kuckuckseier vom Nürtinger Osterhasen

Egon Eigenthaler, NT-Oberensingen. Zum Artikel „Galgenbergpark: Kompromiss gefunden“ und zum Kommentar „Rücksicht nehmen“ vom 8. April. Wie, von CDU Stadtrat Kunzmann zur Wahl eröffnet, darf man in Nürtingen jetzt wieder „Klartext“ sprechen. Kein „Schönreden“, kein Vernebeln, und auch kein…

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