Leserbriefe

Es werden bewusst Gegensätze konstruiert

09.01.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hans Köhler, Wendlingen. Zum Artikel „Kölner Sender entschuldigt sich für die ,Umweltsau‘“ vom 30. Dezember. Ein notwendiger Zwischenruf der Senioren-Union (zur WDR-Kinderlied-„Satire“ „Meine Oma ist ne alte Umweltsau“).

Zwar hat sich der WDR für das unsägliche Machwerk bereits entschuldigt und doch sollten wir, als Menschen im Seniorenalter, dazu etwas sagen. Nein, die Kinder trifft kein Vorwurf. Dieser geht an diejenigen, die dieses angeblich „satirische“ Werk verfasst haben. Und das ist das Problem: Hier wird Alt gegen Jung ausgespielt.

Neulich waren es Aktivisten von „Fridays for Future“, die der älteren Generation das Mitspracherecht entziehen wollten, heute werden die Alten unter dem Deckmantel der Satire durch den Dreck gezogen.

Wir wollen uns nicht damit rühmen, zum jetzigen Lebensstandard und zum Wohlergehen aller – auch der Jüngeren – beigetragen zu haben. Wir wollen aber von Respekt und Anstand reden. Und wir sind bestürzt über die Haltung, die hinter solchen Aktionen steht. Es werden bewusst und gezielt Gegensätze und Konflikte zwischen den Generationen konstruiert.

Wir in der Senioren-Union fühlen uns von dieser Art Polemik letztlich zwar nicht getroffen, sind aber doch sehr erstaunt darüber, wie flach und hohl, im Blick auf das geistige Niveau, solche Projekte erdacht und produziert werden.

Dabei leben viele Omas und Opas beispielgebend genügsam. Bei Oma und Opa gibt es zum Beispiel noch die Achtung vor Lebensmitteln und die Wertschätzung für Klamotten. Oma und Opa werfen diese nicht einfach weg. Da müssen die jüngeren Generationen und die „Fridays for Future People“ erst einmal hin!

Gerecht geht es erst zu, wenn sich alle in der Welt saubere Luft, saubere Energie und sauberes Wasser leisten können. Die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen, zum Nutzen aller Menschen, das braucht die globale Anstrengung aller Staaten und den Erhalt der wirtschaftlichen Leistungskraft und die Sicherung der sozialen Balance. In diesem Sinne wollen wir, die Älteren, mithelfen, die Zukunft zu gestalten, denn – Zukunft braucht Erfahrung.

Leserbriefe

Nicht mit dem Glauben Politik machen

Walter Stückle, Neckartenzlingen. Zum Artikel „Skepsis gegenüber türkischen Schulen“ vom 11. Januar. Jetzt ist es aber genug! Wird ernsthaft darüber nachgedacht, muslimische Schulen zuzulassen. Bei den Moscheen hat man schon den Fehler gemacht, dass dort nicht in deutscher Sprache gepredigt…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe