Leserbriefe

„Es kann nicht sein, was nicht sein darf!“

12.01.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Eugen Wahl, Nürtingen. Zum Artikel „Der arabische Frühling und die Folgen“ und zum Kommentar „Schwarz-Weiß ist zu einfach“ vom 7. Januar. Nach Einschätzung von Sylvia Gierlichs muss spätestens jetzt auch ich mich zu der Mehrheit derer zählen, denen die „einfachen Antworten des Referenten Franz Feyder“ lieber sind, anstatt mich „niveauvoll der Komplexität des Themas anzunähern“. Allerdings frage ich mich als Zuhörer des Referates, das ich als methodisch und rhetorisch für gut strukturiert und inhaltlich nachvollziehbar erlebt habe, ob Sylvia Gierlichs nicht unter dem Überdruck ihrer Gesinnung die Fakten zu sehr verdrängt hat – und damit genau den Fehler macht, den sie dem Referenten und der Mehrheit des Publikums vorhält: Schwarz-Weiß-Malerei.

Wenn zum Beispiel Franz Feyder als Mitarbeiter des ehemaligen UN-Generalsekretärs Kofi Annan seine Position nicht aus der „Nürtinger Froschperspektive“ herleitet, sondern aufgrund vielfältiger Kontakte vor Ort des Geschehens zu seiner Einschätzung gelangt, dann ist das für mich kein Populismus, sondern Qualitätsjournalismus! Feyder hat übrigens auch mit dem in Nürtingen inzwischen bekannten Journalisten Andreas Zumach auf dem Balkan gemeinsam recherchiert.

Wenn Feyder ausgehend von Peter Strucks These, Deutschland werde auch am Hindukusch verteidigt, argumentiert, dann brauche man sich nicht zu wundern, wenn Deutschland eben auch in Köln angegriffen werden könne, macht das für mich den Ernst der Lage deutlich. Dass sich Feyder dabei auf den Lagebericht des Bundeskriminalamtes von Dezember 2012 berufen kann, ist doch keine populistische Schwarz-Weiß-Malerei, sondern die nüchterne Wirklichkeit dieser Welt! Wenn Feyder nachweislich sechs Städte in Baden-Württemberg, darunter vor allem Pforzheim, anführt, wo dschihadistische Aktivitäten verstärkt zu beobachten seien, dann ist für mich der Versuch, diesen Sachverhalt herunterzuspielen, ein weiterer Beleg für das Motto: „Es kann nicht sein, was nicht sein darf!“

Leserbriefe

Eigene Maßstäbe einhalten

Raimund Braun, Nürtingen. Zum Leserbrief „Halbwahrheiten der Bürgerinitiative“ vom 22. September. Bedauerlicherweise kommt Herr Neveling in seinem Leserbrief „Halbwahrheiten der Bürgerinitiative“ seinen eigenen Forderungen, Tatsachen korrekt darzustellen, nicht nach. Eine Stadtentwicklung am…

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