Schwerpunkte

Leserbriefe

Enttäuschung über entgangene Zugfahrt

21.12.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sonja Maurer, Nürtingen. Zwar werde ich hiermit nichts am vergangenen Sonntag ändern können, jedoch muss ich meinem Ärger und meiner Enttäuschung Luft machen. Am Samstagabend checkten wir noch schnell die Abfahrtszeiten online, um auch ja pünktlich zu sein. 11.15 Uhr stand auf der Homepage des Sofazügles. Voller Vorfreude bereiteten wir uns Sonntag früh mit unserem kleinen Max (zwei Jahre) auf die Nikolausfahrt mit dem Sofazügle vor. Schon von Weitem sahen wir auf dem Weg zum Bahnhof die Dampfwolken am Himmel, Max war vor Begeisterung kaum zu bremsen. Am Bahnhof angekommen, erwartete uns am Bahnsteig um 11.06 Uhr ein recht jugendlicher (vermutlich ehrenamtlicher Eisenbahnfreund) Schaffner, welcher uns mitteilte, dass wir zu spät dran seien und nicht mehr mitfahren dürften! Er selbst stand noch auf dem Bahnsteig und hatte die Kelle noch in der Hand.

Mein Hinweis darauf, dass der Zug doch erst um 11.15 Uhr fahre, wurde mit einem völlig deplatzierten und breit grinsenden „Alter Fahrplan! Der neue steht in der Nürtinger Zeitung“ quittiert! Erst dann pfiff der Schaffner, schwang sich auf den Zug auf, und ließ uns einfach stehen. Anstatt sich dieser unnötigen Bemerkung zu entledigen, hätte die Zeit locker gereicht, um uns kurz in den noch stehenden Zug reinflitzen zu lassen und Max ein tolles Abenteuer zu bescheren! So stand er nun völlig fassungslos am Bahnsteig, starrte mit offenem Mund dem davonfahrenden Sofazügle nach und es brauchte eine Weile, ihn aus seiner „Enttäuschungsstarre“ zu erwecken. Den Rest des Tages durften wir uns immer wieder die fassungslose Frage unseres Zweijährigen anhören: „Dampflok weg – warum?“ Tja, warum? Selbst wenn ich mich in der Uhrzeit geirrt hätte, empfinde ich es als bodenlose Frechheit, einem kleinen zweijährigen Buben, dem die Vorfreude auf die Zugfahrt sichtlich anzusehen und anzuhören war, dieses Erlebnis zu verwehren. Der Zug war weder in Bewegung noch war der Schaffner schon an Bord – es bestand also auch kein Sicherheitsrisiko. Gerade bei diesem Schaffner dürfte die Kindheit und das damit verbundene intensive Gefühl der Vorfreude auf ein lang ersehntes Erlebnis noch nicht so lange her sein!

Leserbriefe

Die Veranstaltung aus Querdenker-Sicht

Eva Böttigheimer, Neuffen. Zum Artikel „Demonstration auf dem Schillerplatz mit wenig Zulauf“ vom 9. April. Schon seit dem 11. Februar findet alle 14 Tage eine Veranstaltung der Querdenker auf dem Schillerplatz statt. Jetzt nach der umstrittenen Veranstaltung in Stuttgart und der Frage, ob diese…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe