Schwerpunkte

Leserbriefe

Ende gut – (fast ) alles gut ?

09.03.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hans-Ulrich Funkenweh, Neuffen. Zum Artikel „Drei Millionen für Kleinschwimmhalle“ vom 4. März. Da haben sich die vier Bundestagsabgeordneten aus unserem Wahlkreis vorbildlich um das bemüht, was ihre Aufgabe ist: nämlich dem Allgemeinwohl zu dienen und nicht (nur) ihrer jeweiligen Partei: Unterstützung erfuhren sie von der rührigen DLRG, der Gemeinderätin Regina Birner und einem neu gegründeten Förderverein. Das Ergebnis ist toll: Beuren erhält für seine renovierungsbedürftige Kleinschwimmhalle vom Bund rund drei Millionen Euro. Erst der dritte Anlauf war erfolgreich.

In Sonntagsreden hört man allerorten, wie wichtig Schwimmen für Kinder und Jugendliche sei. Wenn’s allerdings ans Zahlen geht, werden diese Stimmen auffällig stumm. Welche wichtige Rolle die Kleinschwimmhalle einnimmt sieht man auch daran, dass neun (!) Schulen aus der Umgebung „ihre“ Kinder dorthin schicken um das Schwimmen zu erlernen. Auch unsere beiden Kinder haben dort schwimmen gelernt. Das Bad spielt eine wichtige Rolle in der kommunalen Daseinsvorsorge . Doch leider fehlen immer noch 2,3 Millionen Euro um die Renovierung zu stemmen. Wenn auch die umliegenden Kommunen seit Jahrzehnten vom Vorhandensein einer ortsnahen Schwimmhalle profitieren, frage ich mich, warum sie Beurens Verwaltung nicht anbieten, sich in angemessener Weise an den Renovierungskosten zu beteiligen? Verboten ist das ja nicht!

Ich weiß wohl, dass sie dazu rechtlich nicht verpflichtet werden können: aber das wäre doch ein wichtiges Zeichen nachbarschaftlicher Verbundenheit. Bei gutem Willen müsste es doch möglich sein, dass sich die betroffenen Bürgermeister und Gemeinderäte zur Unterstützung bereit erklären; zum Beispiel an einem „runden Tisch“. Das wäre doch sehr gut angelegtes Geld für die Zukunft und das Leben unserer Kinder. Zudem ein starkes Signal dafür, dass im Neuffener – und Lenninger Tal keine Kirchturmpolitik betrieben wird. Die vier Bundestagsabgeordneten könnten den Kommunalpolitikern als Vorbild dienen.

Leserbriefe