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Eltern sind nur knapp dem Tod entkommen

16.09.2010 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hans Fröhlich, Frickenhausen-Tischardt. Zum Artikel „Geistige Brandstiftung: Rassenwahn und seine Folgen“ vom 11. September. Es ist erschütternd zu lesen, wie eine Horde von dilettantischen Rassisten in einem Kulturland wie Deutschland vor dem Zweiten Weltkrieg an die Macht kam. Am stärksten trifft es mich, mir vorzustellen, wie knapp meine Eltern in Berlin noch Ende 1938 dem Tod entkommen konnten. Als „Mischehe“ (Vater Jude, Mutter Arierin) erkannt, wären sie sofort von der Gestapo hingerichtet worden. Nur auf Umwegen konnte meine Mutter ihren verschleppten Geliebten aus dem KZ in Polen befreien, das in der „Kristallnacht“ geplünderte Pelzgeschäft aufrechterhalten und, wie in einem Krimi, mit viel Mut einen Fluchtplan nach Argentinien durchführen. Als Alteinsiedler mit viel Vergebungskraft, Zuversicht und positivem Denken habe ich auch meine Familie in die Heimat meiner Eltern bringen lassen. Unsere Religion ist die volkstümlich-klassische Musik und wir glauben, dass eine menschliche Einstellung im Sinne Jesu Christi – „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ – immer einen Weg zur Versöhnung zu geistig zwiespältigen Menschen finden wird.

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Unverhohlene Parteibrille

Wolfgang Niefanger, Oberboihingen. Zum Leserbrief „Umstiegsfantasien helfen da wenig“ vom 7. Januar. Es ist ja bekannt, dass Missionierende per se alles besser wissen und somit auch immer recht haben (müssen).

Nun ist Maike Pfuderer ja nicht irgendeine Zeitungsleserin, sondern im…

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