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Einseitige Berichterstattung

17.10.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Egon Eigenthaler, Nürtingen, REP-Regionalrat. Zum Artikel Straßenschlacht in Bern und zum Kommentar Keine Gewalt vom 8. Oktober. Schwere Proteste gegen die rechtskonservative SVP in der Schweiz landen, wie bestellt, auf der Titelseite der Nürtinger Zeitung und besetzen mit dem Kommentar von Claudia Lepping das Tagesthema.

Nun hat auch die Schweiz ein Gewaltproblem, klingt wie Beifall und Freude, wenn sie fortfährt 500 Linksautonome haben sich mit Polizisten geprügelt. Warum formuliert sie nicht Linke Schlägerbanden verprügeln auf brutalste Weise 18 Beamte bei Ausübung ihres Dienstes? Aber im Gegenteil, Frau Lepping hat prompt die dafür gängige Rechtfertigung parat. Sie weiß von Ausländer-raus-Parolen der SVP, deren Aktionen von Menschenrechtsexperten der Vereinten Nationen als fremdenfeindlich und diskriminierend gerügt würden. Sofern die, mutmaßlich vom DGB angekarrten, vorwiegend aus Deutschland stammenden, linken Chaoten damit gemeint waren, sollte man sich über derartige Parolen nicht wundern.

Wundern darf man sich aber darüber, dass die am gleichen Tag anscheinend friedlich demonstrierende, laut Dpa-Bericht 2000 Menschen in Mainz, also in Deutschland, auch vorwiegend linke und Gewerkschaftler, kaum Beachtung in den deutschen Medien und keine Zeile in der Montagsausgabe der Nürtinger Zeitung fanden. Lag es an der Friedfertigkeit der Demonstranten, an der gut organisierten Mainzer Polizei oder an der Sorge, dass es nach dem Motto Viel Feind viel Ehr Fragen über den Grund dieser Großdemonstration in Mainz geben könnte, zum Beispiel über den von mehr als 700 Menschen besuchten Europakongress der Republikaner? Über den Startschuss für die Kooperation demokratischer Patrioten im Europa der Vaterländer. Alle Redner waren sich einig in der Abwehr von Gewalt und den Gefahren der Islamisierung Europas.

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Kein Verständnis für Schließungen

Reinmar Wipper, Nürtingen. Zehn Quadratmeter also. Drei auf drei, um den einzelnen Supermarktkunden herum. Macht drei Meter Abstand zum nächsten. Vielleicht machbar, aber kaum zu kontrollieren. Und im Falle von Unterschreitung oder Weigerung kaum zu ahnden, weil es nicht strafbewehrt…

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