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Einkaufsbummel in Nürtingen

20.03.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Fritz Mergenthaler, NT-Neckarhausen. Zum Artikel „Die Stadt hat das Problem erkannt“ vom 13. März. Man muss nicht unbedingt boshaft sein, ein solches Bild einmal nachmittags um 16 Uhr zu schießen und dann zu veröffentlichen; es wäre deprimierend. Als alter Nürtinger erinnere ich mich an eine lebhafte Neckarsteige. „Und wer durch d’ Neckarsteig geht ohne Spott, der hat a große Gnad vor Gott“ war auf einem buntverglasten Fenster einer früheren Bäckerei zu lesen. Wo ist sie nur geblieben! Und ganz unten rechts gab’s noch mal eine Bäckerei mit einem zweitürigen Eingang. Da war die schönste Bäckerin Nürtingens; allerdings kosteten da die Schneckennudeln bereits 20 Pfennige und die waren es wert. Überall anders waren es 10 Pfennige. Und was ist draus geworden! Und der Winzladen von Fräulein Frey mit ihren Schreibwaren war immer gut frequentiert.

Jetzt darf man die Neckarsteige hochfahren – welch ein Fortschritt! Oben angekommen muss man nach links abbiegen. Da verschönert sich gleich das Bild, weil viel weniger Autos dort parken. Es sind ja auch mehrere Parkplätze mit Baken jetzt verstellt worden. Aber diese neue entgegengesetzte Fahrtrichtung belebt die Neckarsteige sicherlich. Geht dann der Maientagszug auch „naufzu’s?

Ich möchte Frau Igel-Goll bitten, unseren OB mal an der Hand zu nehmen (virtuell ginge auch) und ihm mal seine Stadt und deren Plätze zu zeigen, an denen sicherlich einige gute Ladengeschäfte Interesse haben könnten. Zum Beispiel gegenüber unserem wunderbaren Spielplatz hinter der Kreuzkirche steht ein altes Schreibwaren- und Büchergeschäft seit Jahren leer. Jammerschade! Wär’ das nicht was für ein Spielwarengeschäft, wo man seinen Bedarf für die Modelleisenbahn decken könnte und nicht immer nach Kirchheim oder Reutlingen fahren muss? Aber es gibt ja bereits ein Kaufhaus mit einer Spielwarenabteilung und daran mag dieser fromme Wunsch vielleicht leiden.

Und dann das wunderschöne (grasgrün/lilablassblau dekorierte) Dauerprovisorium Ecke Kirchheimer/Neuffener Straße. Nicht wirklich eine Visitenkarte für Nürtingen. In dessen Umgebung werden jetzt schöne Stadtwohnungen gebaut. Wär’ doch was für ein schönes Lebensmittelgeschäft, nachdem der Nanz aus dem NC weg ist. Draußen in der Nähe des Real-Marktes war dereinst ein Opel-Händler. Verwaist ist das Werkstattgelände. Was könnte man alles daraus machen! Es wären mit Sicherheit noch weitere Chancen für eine Belebung der Innenstadt zu finden. Aber ich reg mich nicht mehr auf, sondern gehe, wenn ich über mein Nürtingen sinnieren will, zum schönen Beton-Pavillon am Fuße des Galgenbergs (wann wird der eigentlich mal fertig?) und stehe dann – ich kann nicht anders und grüble.

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Sie predigen Wasser und trinken Wein

Roswitha Oberländer, NT-Oberensingen. Zum Artikel „Franziskus will keine ,Vogel-Strauß-Politik‘“ vom 11. Juni. „Im Gehorsam akzeptiere ich seine Entscheidung, so wie ich es ihm versprochen habe.“ Kardinal Marx ordnet sich den Anweisungen des Papstes unter. Wem ordnet sich der Papst als Oberhaupt…

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