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Ein Schelm, wer Böses dabei denkt

24.07.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Manfred Schmalzbauer, Frickenhausen. Zum Leserbrief „Unverständnis und Kopfschütteln“ vom 18. Juli. Solch einen Leserbrief kann man nicht unbeantwortet lassen. Vor ein paar Monaten war zu hören: Firma Wohlhaupter ist aus dem Arbeitgeberverband ausgetreten. Wenige Wochen später: Firma Wohlhaupter wieder in den Arbeitgeberverband eingetreten. Ein Schelm wer Böses dabei denkt. War es doch nicht so einfach, im Hause Wohlhaupter einen Haustarifvertrag zu installieren, der für die Belegschaft annehmbar wäre?

Herr Frank M. Wohlhaupter erwähnte die Firma Balluff, einen familiengeführten Betrieb, der ins Ausland verlagern will. Das dürfte bei der Firma Wohlhaupter anders gelagert sein: es sind über 50 Prozent der Firma bei einer amerikanischen Firma. Familienbetrieb sieht anders aus.

Im zweiten Teil bekommt die IG Metall sowie die Belegschaft eine volle Breitseite von Vorwürfen ab. Man sollte den Tarifvertrag lesen können. Der Tarifvertrag ist jederzeit flexibel gestaltbar. Wunschgedanke von Herrn Wohlhaupter: eine Belegschaft, die 40 Stunden arbeitet ohne Feiertage, Urlaubstage, Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld und Flexi-Konto? Altersverdienstsicherung sollte wegfallen. Im Alter nicht mehr die volle Arbeitsleistung bringen würde eine Lohnkürzung mit sich bringen. Ein Flexi-Konto ermöglicht eigentlich der Firma, flexibel auf Auftragsschwankungen zu reagieren.

Aus „unsere“ Gewerkschafter sollte Herr Wohlhaupter seinen Wortschatz auf „die Gewerkschafter“ ändern. Herr Wohlhaupter ist keiner von uns. Muss ja ein tolles Arbeitsklima bei der Firma sein. Müssen sich die Mitarbeiter jetzt schämen und rot werden, weil sie zu viel Freizeit und zu viel Geld haben? Und müssen sie dann noch ein schlechtes Gewissen haben? Alles Dinge, die mit Sicherheit nicht zur Motivation der Belegschaft beitragen. Wünsche der Belegschaft für die Zukunft alles Gute.

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Bahnnetz-Ausbau ist zentrales Thema

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