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Leserbriefe

Ein Bärendienst

05.06.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Michael Schmid, Nürtingen, Schulleiter Hölderlin-Gymnasium. Zum Artikel „Ich schlaf weiter“ vom 2. Juni. Zum Artikel möchte ich einerseits ungläubiges Erstaunen, andererseits meine Empörung ausdrücken, da kaum eine Aussage den Tatsachen entspricht. So schreibt Herr Böhler: „Lediglich die Abiturienten des Max-Planck- und des Hölderlin-Gymnasiums leisten sich zum Abschluss ihrer Schulkarriere den Spaß, sich von Traktor fahrenden Mitschülern den Umzugs-Kursus entlang karren zu lassen . . . “. Richtig ist: Der Abiturjahrgang des HöGys ist ausnahmslos zu Fuß am Festzug mitgelaufen! Die beiden Festwagen „Projekt Uni“ und „Streicherklasse“ wurden von zwei Nürtinger Landwirten uneigennützig zur Verfügung gestellt und gefahren (vielen Dank nochmals an die Herren Weber).

Weiter heißt es „ . . . und ihren Mitbürgern mit überdimensionierten Wasserpistolen auf den Wecker zu gehen“. Ja, es gibt originellere Scherze, doch ist es auch nicht so dramatisch, wenn an diesem heißen Festtag mit frischem Wasser gespritzt wurde. Sicher ist, dass kein Schüler des Hölderlin-Gymnasiums beim Umzug eine Wasserpistole mit sich führte!

Weitere Passage in Herrn Böhlers Text: „Mangelt es den Lehrern und Schülern der Nürtinger Gymnasien an Fantasie oder Motivation, sich angemessen an der wohl traditionellsten Veranstaltung der Stadt Nürtingen zu beteiligen?“ Diese Frage kann nur jemand stellen, der entweder gar nicht dabei gewesen ist oder sich die Überschrift seines eigenen Artikels („Ich schlaf weiter“) zum Motto gemacht hat. Das HöGy nahm mit 320 Schülern am Umzug mit dem Thema „Baustelle HöGy“ teil, darunter acht Klassen der Klassenstufe 5 und 6. Traurig genug, dass dies nicht einmal im Hauptartikel der NZ zum Maientag erwähnt wurde. Schüler und Lehrer haben wochenlang (trotz G 8, Lehrplan und Klassenarbeiten) auf diesen Tag hingearbeitet. Zu allem Unglück wurden die beiden Festwagen am Vortag durch das Unwetter zerstört. In einer „Nacht- und Nebelaktion“ mussten die Wagen unter großem Einsatz der Schüler und Lehrer wieder notdürftig repariert werden. Das Hölderlin-Gymnasium hat nicht nur am Festzug, sondern auch bei den Sportveranstaltungen auf der Festwiese maßgeblich mitgewirkt. Die HöGy-Schülerinnen und Schüler haben an allen vier Endspielen teilgenommen und außerdem mit einem „Hip-Hop-Beitrag“ der Schülermentorin Saskia Gompf und ihrer Tanzgruppe zur Unterhaltung beigetragen. Darüber hinaus sorgte das Neigungsfach Musik unter der Leitung von Herrn Schuster beim traditionellen Maivesper wieder für ein hochkarätiges musikalisches Rahmenprogramm.

Arnulf Dümmel, der Verantwortliche für die Organisation des Maientags am HöGy, fragt sich, wie er nach diesem Kommentar von Herrn Böhler in den folgenden Jahren Kollegen und Schüler motivieren soll, sich für den Maientag zu engagieren. Herr Böhler hat mit seinem schlecht recherchierten Bericht allen, die mit großem Engagement und Freude alljährlich auf diesen Tag hinarbeiten, einen Bärendienst erwiesen.

Leserbriefe

Nawalny und das russische Volk

Hartmut Schewe, Aichtal-Neuenhaus. Zum Leserbrief „Der besondere Blick auf Putin“ vom 11. Januar. Ei, was ist er doch für ein Tausendsassa, der „gute Russe Nawalny“. Russische „Gönner“ bezahlen seine Behandlung in Berlin. Welcher Art die wohl sind? 30 000 Dollar investiert er (woher kommt das…

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