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Die Waffenverkäufe an die Griechen

17.03.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Thomas Mitsch, Wendlingen. Zum Artikel „Griechen kaufen Waffen“ vom 8. März. Das Beispiel Griechenland zeigt, wie die EU mit Ländern umgehen wird, die keine Haushaltsdisziplin einhalten. Als ob die von der Schröder-Fischer-Koalition in Deutschland auf den Weg gebrachte Agenda 2010 nicht schon deutschen Arbeitnehmern, Arbeitslosen, Rentnern und . . . genug Unheil gebracht hätte, soll gerade diese Agenda nach Griechenland exportiert werden. Abbau der Löhne und Renten, Privatisierungen und damit Abbau von Arbeitsplätzen und ähnlicher neoliberaler Schwachsinn werden der griechischen Wirtschaft kein Wachstum bescheren, sondern diese durch weitere Schwächung der Inlandskaufkraft gänzlich auf den Hund bringen.

Da reibt sich der Zeitungsleser verwundert die Augen, wenn er liest, dass EU-Staaten noch 2010 für eine Milliarde Euro Waffen, unter anderem Kriegsgerät nach Griechenland verkauft hätten. Mit dabei mit über 35 Millionen war die Bundesrepublik Deutschland. Auch die deutsche Regierung wusste schon 2010, dass Griechenland in die Pleite schlittert. Die angebliche militärische Bedrohung Griechenlands durch die Türkei war ein Ablenkungsmanöver der korrupten regierenden Familienverbände Griechenlands von ihren Machenschaften zum eigenen Vorteil und zum Schaden der Griechen.

Die deutsche Bundesregierung hat diese und andere Waffenexporte genehmigt. Die insgesamt 93 000 Euro, die zwischen 2001 und 2011 allein von dem Oberndorfer Waffenfabrikanten Heckler und Koch in die Parteikassen von CDU, SPD und FDP geflossen sind, haben wohl das Ihrige getan, dass die Waffenexporte nach Griechenland nirgends Anstoß erregten. Jede Wählerstimme für diese Parteien lässt auch in Deutschland auf griechische Verhältnisse hoffen, die uns leider nicht durch Sonne, Sirtaki und guten Wein versüßt werden.

Leserbriefe

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