Schwerpunkte

Leserbriefe

Die verschiedenen Radler

25.08.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kuno Giesel, Nürtingen. Zum Leserbrief Überall schwarze Schafe vom 21. August. Ich finde es schon bemerkenswert, wie penetrant Herr Epple immer wieder mehr oder weniger das Gleiche schreibt, ohne auf den Punkt zu kommen, was er eigentlich wirklich will. Mit der Initiative Cycleride bemängelt er Sachen, die eigentlich zum Schutze der Radfahrer eingerichtet wurden, zum Beispiel Barrieren auf Radwegen, da es an diesen Stellen durch Fehlverhalten wiederholt gefährliche Situationen für die Radfahrer gab. Und muss ein Radweg ständig parallel neben der Straße verlaufen? Mal ehrlich: Welcher vernünftig denkende Radfahrer nimmt nicht gerne ein paar Meter Umweg in Kauf, wenn er damit sicherer ans Ziel kommt? Ich mache das! Ich bewundere auch immer wieder die doch zahlreichen Rennradfahrer, die trotz der immer wieder von Herrn Epple zitierten Gefahr dennoch die Radwege benutzen. Respekt und hier mein Lob und Dank!

Wenig Verständnis habe ich für die sicherlich eher kleine Gruppe Radfahrer (meist Rennradfahrer), welche immer wieder neben dem Radweg auf der Straße fahren und dadurch nicht nur den Verkehr behindern, sondern auch eine unnötige Gefahr auch für sich selbst darstellen. Deshalb hupe ich auch gelegentlich. Ich denke, dass dieses Verhalten der Radfahrer reiner Egoismus ist, da man einfach keinen Bock hat, beim Radfahren auch noch zu denken, vorausschauend zu fahren und an Engpässen, durch Fußgänger oder andere, langsamere Radfahrer, die Geschwindigkeit zu reduzieren. Dies aber wird von den Autofahrern abverlangt und es wird auch noch geschimpft, wenn der Seitenabstand etwas eng wird.

Ich habe viel Respekt vor den Radlern, welche als Alternative zum Auto das Fahrrad nehmen. Mir fehlt dazu meist die Zeit und oft habe ich Gegenstände dabei, welche ich auf dem Fahrrad nicht angemessen transportieren kann. Es ärgert mich aber immer wieder, wenn Möchtegern-Jan-Ullrichs ihrem Sport auf stark befahrenen Straßen nacheifern (hoffentlich auch ungedopt) und dabei fast schon fast vorsätzlich die Autofahrer behindern. Dass Herr Epple diesen Radfahrern mit regelmäßigen Sicherheitsbedenken zu den Radwegen auch noch Argumente zuspielt, hilft nicht zur Lösung des Konflikts. Zur aufgeführten Statistik von Herrn Epple: Wenn ich selbst gelegentlich mit dem Zweirad unterwegs bin, ist mir die Gefahr des Übersehenwerdens bewusst und dementsprechend verhalte ich mich an gefährlichen Stellen. Im Gegensatz zu vielen anderen Radfahrern, bei welchen ich oft den Eindruck habe, dass sie entweder gedankenlos unterwegs sind oder es darauf anlegen, ihre Rechte zu wahren.

Leserbriefe