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Die Unterstellung der Rassisten

13.06.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Helmut Weber, Aichtal-Neuenhaus. Vorurteil und Überheblichkeit haben unterschiedlich Tradition, Desinteresse, Dummheit, Ängste, daneben Geringschätzung durch Selbstüberhebung und Kalkül als Ursache, in Folge auch ein ideelles beziehungsweise tatsächliches Gewaltpotenzial oder eine entsprechende Konflikt-Mischungen aus den Genannten. Nur die Strafbarkeiten und der Vollzug daraus, ändern wenig oder nichts.

Im Fall des getöteten Afro-Amerikaners Floyds wird die Ab- beziehungsweise Entwertung einer Rasse deutlich, die Jahrtausende, in Amerika Jahrhunderte alt ist und künstlich in dieser Graduierung gehalten wurde, um einer Elite, Wirtschaft, dem Militär billiges „Arbeitsmaterial“ zu liefern – zu erhalten. Es ist heute die Kolonialisierung im Staat – nach Aufhebung der Sklaverei.

Wenige Menschen sind von Natur aus tatsächlich denkbehindert oder nur auffällig, schon gar keine ganze Rasse und minderwertig kann kein Lebewesen sein. Das Gegenteil ist die Unterstellung der Rassisten.

Die katholische Kirche und ihre weltlichen Vertreter waren wesentliche Verursacher eines globalen Rassismus, einer blutigen Intoleranz. Die Arroganz und Gewalt mit denen man Andersgläubigen beziehungsweise „primitiven“ Kulturen begegnete, teilte die Welt in Angesagtes, in gut und böse, in artgerecht und andersartig, in lohnende Gesetzgebung für Wenige sowie in Untertanen, die dem geheiligten Nutzen Herrschender zu unterliegen hatten.

Dieser primitive Feudalismus wirkt bis heute (in der Politik, der Wirtschaft/-sform, also in Köpfen) und eine amerikanische Bürgerführung und Legislative sind bis heute nicht in der Lage beziehungsweise Willens, Lincoln und den Menschenrechten, ja selbst der eigenen Verfassung, gerecht zu werden.

Der Ansatz Obamas verpufft, von einzelnen amerikanischen Egoismen erdrückt, welche variable Formen der Gewalten beherrschen, die demokratischen Strukturen überlegen sind und so ein unterschwelliges und indirektes Pseudorecht (selbst per Parlament) betreiben können. Eines der geeigneten Mittel für lancierte Erniedrigung der dunkelhäutigen Bevölkerung sind die subtilen Darstellungen des „minderwertigen Schwarzen“ – wann immer Möglichkeit gegeben ist.

Demokratie ist die Herrschaft des/ der „Stärkeren“, nicht des/der Willigen. Wenn der Stärkere vor dem Gesetz „Narrenfreiheit“ hat (wie im Fall Trump, auch von Amts-Rassisten und so weiter), ist die Demokratie, die das ermöglicht, nur eine Farce und sicher dringend reformbedürftig.

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