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„Die Lüge mit dem Stresstest“

02.07.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Juliane Althoff, Nürtingen. Innerhalb der ersten 100 Tage einer Regierung galt bisher die Konvention, sich seitens der Opposition zu mäßigen. Ich halte die Debatte über den Verkehrsminister – auf gut Schwäbisch – für einen saumäßig schlechten und aggressiven Oppositionsstil. Es wird über Herrn Verkehrsminister Hermann hergefallen, als hätte er uns auf internationaler Ebene bloßgestellt oder noch Schlimmeres. Dabei hat er sich nur in den Fallstricken, die die Bahn ihm und der Öffentlichkeit in immer wechselnden Aussagen zu stellen versucht, vorübergehend verheddert.

Die Lüge der Bahn, dass der Stresstest bestanden sei, war so geschickt lanciert, dass man geneigt war, diese zu glauben. Jetzt entpuppt sich das Ganze als Behauptung ohne Grundlagen, da noch nichts überprüft ist. Auch wenn Frau Dr. Merkel S 21 zur Sache von nationaler Bedeutung erklärt hat und für alternativlos, so hat sie doch in der Atompolitik, die für die Allgemeinheit von größerer Bedeutung ist, bewiesen, dass nichts alternativlos und unumkehrbar ist.

Innerhalb der ersten 100 Tage einer Regierung halte ich es für einen – auf gut Schwäbisch – saumäßig schlechten und aggressiven Oppositionsstil, aus den Äußerungen von Herrn Hermann eine Rücktrittsforderung zu basteln.

Leserbriefe

Es sind zu viele offene Baustellen

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