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Die Corona-App sollte verpflichtend werden

03.11.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bernd Kuhn, Frickenhausen. Zum Artikel „Führen Sie vorsorglich ein Tagebuch“ vom 30. Oktober. Unter dieser Überschrift berichtet die Nürtinger Zeitung über das Kontaktmanagement des Landkreises. Darin wird unter anderem empfohlen ein Tagebuch zu führen, in dem jeder Kontakt festgehalten wird. Wer kann sich schon erinnern, mit wem er in der letzten Woche Kontakt hatte? Ein Tagebuch – sicher ein probates Mittel, aber im heutigen Zeitalter moderner Kommunikationsmedien sicher nicht die beste Lösung. Es gibt jemanden, der sich gut erinnern kann, wer wie viel Kontakte hatte und der sie ohne großen Aufwand zuverlässig aufzeichnet – die Corona-App! Mit der Nutzung dieser App können die Gesundheitsämter wesentlich entlastet werden. Die Kontaktpersonen werden zeitnah erkannt und das aufwendige Telefonieren der Mitarbeiter des Gesundheitsamtes entfällt. Arbeitsaufwand und Kosten können so in erheblichem Maß eingespart werden.

Die Empfehlung und die Überschrift über den Artikel sollte „Nutzen Sie die Corona-App“ lauten. Wir sind in der Lage, einschneidende Maßnahmen, die uns in unserer Freiheit erheblich einschränken und negative Auswirkungen auf die Wirtschaft und das Zusammenleben in unserem Land haben, zu beschließen. Dann sollten wir auch in der Lage sein, Maßnahmen zu treffen, die mit den datenschutzrechtlichen Vorgaben in Einklang gebracht werden können.

Die Corona-App sollte verpflichtend eingesetzt werden, damit ein automatischer Austausch zwischen Gesundheitsamt und infizierter Person stattfinden kann. Es kann doch nicht sein, dass es einer positiv getesteten Person überlassen bleibt, ob sie ihren positiven Status in die App eingibt oder nicht. Nur circa 60 Prozent teilen ihr positives Testergebnis mit, um so andere vor Ansteckung zu warnen. Nur wenn genügend Nutzer bereit sind, ihre Daten mit anderen zu teilen, können mögliche Infektionsketten schnell und wirksam unterbrochen werden. Würde man dann den Gesundheitsämtern, angesichts der stark steigenden Infektionszahlen, noch Zugriff auf die App-Daten gewähren, hätten sie die Möglichkeit, die Infektionsketten schnell und effizient zurückzuverfolgen.

Immerhin ist die App zwischenzeitlich von über 20 Millionen Nutzern in Deutschland heruntergeladen. Hier schlummert ein Potenzial, das unbedingt genutzt werden muss, um die Pandemie wirksam einzudämmen. Deshalb der Appell: wenn möglich die Corona-App nutzen. Diese Art der Kontakteermittlung ist für unsere Gesundheit eventuell Gold wert.

Leserbriefe

Das Geld in Kitas und Grundschulen stecken

Uli Kirchner, Nürtingen. Zum Artikel „Land belohnt Schulleitungen“ vom 19. November. Kann das sein? Oder ist das einfach nur falsch gemeldet? Die Hauptlast tragen doch nicht Schulleitungen, sondern die Lehrerinnen und Lehrer, die mit wechselnden Dienstplänen, Maskenschutz, Gesprächen mit Eltern…

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