Leserbriefe

Deutsche Umwelthilfe schadet dem Land

30.01.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Reiner Essl, Nürtingen-Reudern. Zum Artikel „AKK: Umwelthilfe auf Kreuzzug gegen den Diesel“ vom 15. Januar. Das hätte man der zierlichen Person „AKK“ nicht zugetraut, dass sie den Mut hat, gegen die Deutsche Umwelthilfe (DUH) die richtigen Worte zu finden, mit dem Inhalt, dass diese Organisation auf bestem Wege ist, unsere Wirtschaft zu schädigen. Sie nannte das Agieren der DUH als Kreuzzug gegen den Diesel und damit auch gegen unseren Status: „Deutschland als Autoland“.

Kein Politiker sah einen Grund, das Treiben der DUH in Frage zu stellen. Man soll die Aussage von AKK parteineutral sehen, wird jedoch zur Erkenntnis gelangen, dass dieser Mut bei Frau Merkel nicht zu finden war. Bei dem angerichteten Dieseldesaster hat sie sich sehr bedeckt gehalten, um nicht ins Sperrfeuer der EU, DUH und den Grünen zu geraten. Die grüne Fraktion im Land hatte es leicht, hinter dem Schild der DUH den Menschen als Dieselbesitzer das Leben zur Hölle zu machen.

Es ist erstaunlich, dass wir in Deutschland zusehen, wie die DUH agiert und wird den Eindruck nicht los, dass die Grünen der DUH gute Dienste geleistet hatten. Gerade diese Partei hat sich in den 90er-Jahren als Autogegner geoutet, als sie einen Spritpreis von fünf Mark je Liter forderte. Warum soll das heute anders sein? Viele in dieser Partei sehen das Auto mit Verbrennungsmotor als Umweltzerstörer, vergessen jedoch, dass die E-Mobilität auch ihren Preis hat. Die Akkus als Energieträger mit endlichen Ressourcen wie Lithium, das vor allem in Chile in der Atacama-Wüste mit Grundwasser von täglich 21 Millionen Liter mit circa sieben Prozent Lithiumkarbonatanteil an die Oberfläche gespült wird und durch Wasserverdunstung gewonnen wird. Das Abpumpen des Grundwassers hat zur Folge, dass die Flussläufe austrocknen und somit den armen Menschen in der Region die Lebensgrundlage entzogen wird.

Die Not dieser Menschen wird ignoriert, um mit ruhigem Gewissen am Neckartor vorbeifahren zu können. Natürlich darf man nicht die Augen verschließen und CO2, Stickoxide und Feinstaub als Begleitsymptom unseres Wohlstandes zu akzeptieren, unsere Regierung hat versäumt, funktionierende Reinigungs- aggregate durchzusetzen. Dass es finanziell möglich wäre, zeigen die Milliardenstrafen durch die USA für unsere Autoindustrie. Das ist nun Geschichte, hat aber die DUH nach oben gespült. Aber Annegret Kramp-Karrenbauer hat den Mut, die Organisation als gemeinnützig in Frage zu stellen. Das hat noch kein Politiker gewagt, vor allem die grüne Fraktion nicht, sie hat sich diametral gegen jeden Kompromiss beim Diesel verhalten. Dabei aber vergessen, wie viele Arbeitsplätze daran hängen. Wie es scheint interessiert es diese Menschen wenig, dass ein geordneter Sozialismus mit dem Recht auf Arbeit einhergeht.

Leserbriefe

Burka erniedrigt die Frauen

Elsa Neufeld, Nürtingen. Zum Artikel „CDU-Politiker Frei hält Burkaverbot für nicht machbar“ vom 12. August. Eine Burka ist für mich das abscheulichste und absurdeste Kleiderstück, das eine Frau zu tragen hat. Warum lässt unsere deutsche Verfassung ein generelles Burkaverbot nicht zu? Wen…

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