Leserbriefe

Der Wendlinger Bürgerbus

28.06.2019 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Manfred Klumb, Beirat des Bürgerbusses Wendlingen am Neckar. Zum Artikel „Stadtbus: Es gibt Optimierungsbedarf“ vom 25. Juni. Seit 2013 fährt der Bürgerbus in Wendlingen, um älteren und mobilitätseingeschränkten Menschen Besorgungen und Arztbesuche zu ermöglichen. Dies war die Idee beim Start des Busses. Und genau dies treibt die ehrenamtlichen Fahrer des Bürgerbusses auch heute an. Der Artikel wäre sicher sachbezogener geworden, wäre die Autorin mal im Bürgerbus mitgefahren. Dann hätte sie sehr schnell erkannt, dass hier Hilfestellungen, wie beim Ein-/Aussteigen gehandicapter Fahrgäste, Rollatoren und Einkaufstrolleys älterer Mitbürger ein-/ausladen, geleistet werden, die in einem Stadtbus nicht üblich sind.

Nicht, weil die Fahrer das nicht wollten, es passt nicht in das Konzept der Stadtbusse. Zudem setzt das „unter die Arme greifen lassen“ und es auch zu tun, eine gewisse Vertrautheit zwischen Geholfenem und Helfer voraus. Ganz zu schweigen von der Kommunikationsmöglichkeit, die der Bürgerbus bietet, die im Stadtbus nicht da ist. Bezüglich der Routenführung gibt es nun in der mangelnden Recherche noch eine Steigerung. Hier wird angeregt, dass der Bürgerbus Gebiete ansteuern soll, welche der Stadtbus nicht bedient. Ja was macht denn der Bürgerbus, wenn er auf den „Berg“, nach Bodelshofen, durch die Schiller-, Unterboihinger und Burggartenstraße fährt? Dass die Routen von Stadt- und Bürgerbus streckenweise parallel verlaufen, liegt an dem Straßenangebot in Wendlingen. Bezüglich des Vorschlags, die Busse in entgegengesetzter Richtung fahren zu lassen, bitte ich einen Blick auf die Linie 155 des Stadtbusses und die grüne Linie des Bürgerbusses zu werfen. Genau das geschieht doch hier. Wer Fragen zur Streckenführung des Bürgerbusses hat, darf gerne dort fragen, wo er auch eine kompetente Antwort erhält, beim Organisationsteam des Bürgerbusses.

Nun zur Fahrgastzahl: Der Bürgerbus befördert täglich durchschnittlich 43 Fahrgäste auf 20 Fahrten von 9 bis 12.13 Uhr und 14 bis 17.13 Uhr und nicht wie geschrieben von 9 bis 15.45 Uhr. Das sind pro Fahrt 2,15 Fahrgäste. Diese sollen am Stadtbus „kannibalisieren“ oder anders ausgedrückt: Diese 2,15 Fahrgäste sollen zwei große Stadtbusse füllen?

Leserbriefe

Klimaschutz und die deutschen Ansätze

Hartmut Gerhardt, Wolfschlugen. Zum Artikel „Es kommen panische Gefühle auf“ vom 12. November. Wer die Augen vor den Folgen des Klimawandels nicht verschließt, kann die Gefühle von Winfried Kretschmann gut verstehen. Wir können froh sein, einen Ministerpräsidenten zu haben, der auf der einen…

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