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Leserbriefe

Der Maientag und die Traditionen

27.05.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Helmut Nauendorf, Nürtingen. Alles, was beim Maientag passiert, wird im Maientagsausschuss diskutiert und der Verwaltung empfohlen oder eben auch nicht. Dieser Ausschuss besteht aus den Vertreterinnen und Vertretern der Nürtinger Schulen und aus Mitgliedern der Verwaltung, angefangen vom Bürgermeister (künftig der Bürgermeisterin) über die Vertreter des Kultur-, Schul- und Sportamtes bis hin zu den betroffenen Amtsleitern. Kurzum aus allen, die den Maientag zu organisieren und zu gestalten haben. Ich gehöre diesem Gremium seit 40 Jahren an. Ich weiß, was sich in dieser Zeit alles verändert hat, auch beim Maientag.

Im letzten Jahr hat dieser Ausschuss in großer Runde getagt mit Vertretern der Schausteller. Auch die Fraktionen waren eingeladen. Nur ein Vertreter der Nürtinger Liste/Grüne erschien nicht. Es ging um die weitere Gestaltung des Maientages.

Es ist eine seit Langem diskutierte Frage, ob Bierzelt und Karussells zur Tradition des Maientags passen. Sicherlich nicht, wenn man den ursprünglich pietistischen Kern des Maientages betrachtet, auch die Ansätze der aufgeklärten Pädagogik. Aber man kann ja mal die Kinder befragen, ob sie auf Karussells verzichten wollen. Über Bierzelte kann man unterschiedlicher Auffassung sein.

Wenn man aber das Bierzelt will, dann langt es nicht, wenn Herr Wipper und andere Bürger nach dem Festzug ein oder mehrere Bier trinken und eine Rote essen. Dann muss dieses Zelt an möglichst vier Nachmittagen und Abenden mit Veranstaltungen „bespielt“ werden. Die Kosten für ein Zelt sind nicht erst neuerdings exorbitant hoch. Und es bedarf eines erheblichen Umsatzes, um das überhaupt finanzieren zu können. Vereine können sich das im Regelfall nicht mehr leisten.

Unter anderem ging es bei der besagten Sitzung darum, den Fassanstich nicht parallel zum Maiensingen und zum anschließenden Lehrertreffen zu legen. Deshalb kam es zur jetzigen Lösung, an der der Oberbürgermeister nicht mitgewirkt hat. Manche Menschen, Herr Wipper, schnitzen sich auch ihre „Gegner“ selber. Wenn man an Beratungen teilnehmen würde, könnte man in der Woche des Maientages kein Fass aufmachen.

Und darum scheint es neuerdings zu gehen. Es ist erstaunlich, dass ein Mann mit diesen Fähigkeiten auch zu solchen Leserbriefen fähig ist. Wie viele Stadträte und Lehrer am Anerkennungsabend in der Stadthalle auf Kosten der Stadt trinken dürfen, erörtere ich hier nicht. Wir kommen gerade aus der schwersten Finanzkrise der Nachkriegszeit. Vergessen, Herr Stadtvater? Prost!

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