Leserbriefe

Der Macht der Politik gebeugt?

20.12.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Christa Evermann, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Wahl muss gehen“ vom 15. Dezember. Die Entlassung Frau Wahls als Flüchtlingsbeauftragte des Kirchenbezirks Nürtingen hat mich doch sehr betroffen gemacht. In unseren Sitzungen des Runden Tisches habe ich Frau Wahl überaus engagiert und sachkompetent erlebt. Mit Rat und Tat unterstützte sie sehr erfolgreich Flüchtlinge, aber auch uns Ehrenamtliche und sie scheute weder Mühe noch Zeit. Sie scheute sich auch nicht, Hauptamtliche immer wieder auf Missstände und dringend notwendige Verbesserungen hinzuweisen, sowohl im Umgang mit den Flüchtlingen als auch mit den Ehrenamtlichen. Könnte der Auslöser für ihre Entlassung an einem Informationsdefizit liegen, nachdem Frau Wahl von dem vom Landratsamt ausgesprochenen Hausverbot offensichtlich nichts wusste?

Hätte man dieses Missverständnis nicht mit gutem Willen im Gespräch zum Wohle aller bereinigen können? Sind ihr am Ende ihr Engagement, ihre Beharrlichkeit zum Verhängnis geworden? Für Flüchtlinge und Ehrenamtliche sind Frau Wahls Sachkompetenz und Engagement einfach unersetzlich. Hat sich die Kirche bei ihrer Entscheidung, die unbequeme Mahnerin zu entlassen, der Macht der Politik gebeugt? Den Flüchtlingen, aber auch der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit, hat die Entlassung Frau Wahls großen Schaden zugefügt.

Leserbriefe

Nur ein Geschenk für die Reichen

Heinrich Brinker, Kirchheim. Zum Artikel „Scholz: Solidaritätszuschlag soll weitgehend entfallen“ vom 12. August. Jährlich 8,8 Milliarden für die Reichen, 90 Prozent derjenigen, die jetzt den Solidaritätszuschlag zahlen, sollen ab 2021 jährlich ein Steuergeschenk von zehn Milliarden erhalten.…

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