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Der Kohlehype und die E-Autos

01.02.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bernd Hummel, Nürtingen. Der Kohleausstieg ist beschlossen. Regionen und ihre Bevölkerung werden plattgemacht. Milliarden als Kompensation vom Staat versprochen, welche natürlich der Steuerzahler bezahlt. Was passiert aber auf der anderen Seite der Welt? China hat beschlossen, die Bahninfrastruktur im Norden des Landes extrem auszubauen. Hauptgrund: der Kohlebedarf, den die chinesischen Kraftwerke haben, wird von Jahr zu Jahr höher. Speziell hier wurde von neuen 280 Millionen Tonnen Kohle pro Jahr gesprochen.

In Australien kann das Kohleförderprojekt des indischen Konzerns Adani starten. Nach neun Jahren der Planung, scharfen Protesten und endlosen politischen Debatten. Die Arbeiten sollen unverzüglich beginnen. Dort werden ab Mitte 2020 circa 60 bis 80 Millionen Tonnen Kohle in einem komplett neuen Bergwerk gefördert. Ob die mit der Kohle nur Bleistiftminen machen? Oder ist es einfach erst mal weit weg ?

Nachweislich bauen die Chinesen in Afrika zwölf neue Kohlekraftwerke auf. In China sind über 50 Kohlekraftwerke im Neuaufbau. Parallel laufen die ersten Preiskämpfe an E-Ladesäulen so richtig an. So hat der Marktführer für über 300-kW-Ladesäulen Ionity den ersten Preiskampf ausgerufen. Ab 1. Februar werden hier einheitlich europaweit 79 Cent/ kW berechnet. Das heißt um einen Mittelklasse-Audi oder einen Tesla aufzuladen zahlen wir knapp 50 Euro. Dies reicht dann im Schnitt für 250 bis 300 Kilometer. Die Medien halten diese Information strategisch ganz klein. Nur in Fachzeitschriften wird hier Tacheles geredet und über Fakten berichtet. Das Volk wird hier regelrecht für dumm verkauft und ganz speziell die Grünen stellen ihre Ideologien über jegliche faire Informationspolitik.

Aber was wollen wir von einer Partei erwarten, die im Jahre 2005 wörtlich von sich gab (Zitat Renate Künast: „Der Bauer, der Ölscheich der Zukunft, wird mit Monokultur-Mais sein eigenes Öl produzieren“). Nur 15 Jahre später fliegen keine Bienen und Schmetterlinge mehr. Das ist grüne langfristige, nachhaltige Politik.

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