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Der Flohmarkt in der Kirchstraße

11.10.2013 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gernot Beichle, Nürtingen. Zugegeben, es gibt Wichtigeres im Leben als einen Flohmarkt. Aber wenn eine Kommune eine Veranstaltung plant, sollte sie auch ordentlich organisiert sein. Auf der Internetseite der Stadt findet man den lapidaren Hinweis: Flohmarkt: Termine für 2013 sind Samstag, 27. April und Samstag, 28. September. Ansonsten gab es keine, zumindest keine auffallende Werbung für diese Veranstaltung. Viele Besucher erklärten, dass sie zufällig beziehungsweise auf dem Weg zu anderen Besorgungen durch den Markt gekommen sind.

Die Aussage der Aufsichtsperson der Stadtverwaltung auf die fehlende Werbung zum Beispiel in der Nürtinger Zeitung angesprochen war: „das müsste aber gekommen sein“. Ja, müsste. Möglicherweise war es nur zu gut versteckt oder es kam vielleicht vor sechs Wochen. Während der Aufbauzeit gegen 7 Uhr kam in das Gewühl von aufbauenden Marktbeschickern ein großer Traktor vom städtischen Bauhof mit einem Wassertank, um die dortigen Pflanzen zu bewässern.

Die Aussage der Aufsichtsperson zu dieser Aktion: der Bauhof wusste ja nicht, dass heute hier ein Markt aufgebaut wird. Ist ja klar, wer hätte auch den Bauhof informieren wollen?

Eigentlich, Aussage der Aufsichtsperson, hätte die Toilette in der Kreuzkirche geöffnet sein sollen. Eigentlich! Meine Vermutung: die Stadt kassiert die Standgebühren der Beschicker, von denen sie auch nicht sonderlich reich werden kann, ansonsten ist ihr die Veranstaltung ziemlich egal, die Insider wissen Bescheid und andere Besucher muss man nicht zu einem Besuch animieren. Oder der oder die verantwortlichen Mitarbeiter im Rathaus sind mit ihrer Aufgabe einfach überfordert. Übrigens, beim Flohmarkt im Herbst 2012 war der Ablauf derselbe, nur kam damals kein Traktor. Es hatte an dem Tag geregnet.

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