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Der Fernsehturm und Stuttgart 21

09.04.2013 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Monika Stoitzner, Nürtingen. Zum Artikel „Todesfalle? Stuttgarter Fernsehturm ab sofort dicht“ vom 28. März. „Mit dem Wissen, dass der Turm vielleicht zur Todesfalle für 200 Menschen werden könnte, durfte ich den Betrieb nicht weiterlaufen lassen“, sagte Oberbürgermeister Kuhn auf der Pressekonferenz. Die Evakuierung dauert mit circa einer Stunde zu lange. Es fehlt an vorgeschriebenen Fluchtwegen. Die beiden Aufzüge und das Treppenhaus genügen nicht. Von der oberen Plattform geht es circa 150 Meter durch die Betonröhre nach unten.

Zur gleichen Zeit wird im Herzen von Stuttgart lustig weitergebuddelt. Ein unterirdischer Bahnhof und insgesamt 120 Kilometer Tunnel sollen gebaut werden. Wie hässlich muss eigentlich unser Ländle sein, dass man es nicht mehr zeigen kann? Muss man wegen drei Ulmern einen ICE-Anschluss am Flughafen bauen? Der vorbeugende Brandschutz beim Projekt ist bis jetzt immer noch sehr fragwürdig. Die lustige Idee der Piratenpartei beim Fernsehturm 250 Rettungsschirme einzusetzen greift bei Stuttgart 21 leider nicht.

Im Gegensatz zum Fernsehturm, bei dem man sich entscheiden kann, ob man in schwindelnder Höhe die Aussicht auf Stuttgart und Umgebung genießen möchte, haben die Bahnreisenden keine Wahlmöglichkeit. Die Pendler wollen sicher und pünktlich, bei guten Takten an ihren Arbeitsplatz und zurück. Die Touristen wollen in Stuttgart ankommen und das Ländle bereisen und erleben.

Es gibt so viele Gründe, dass das Projekt Stuttgart 21 eingestellt wird und Alternativen verwirklicht werden. Der Albtraum wäre im zehn oder fünfzehn Jahren die Verkehrsdurchsage im Radio: „Wegen technischer Probleme wird der Bahnverkehr auf der Strecke Stuttgart–Ulm voraussichtlich für die nächsten Jahre vollständig eingestellt.“ Aber es geschehen ja immer noch Zeichen und Wunder: wir haben eine grün-rote Landesregierung, einen grünen Oberbürgermeister in Stuttgart, Atommeiler wurden abgeschaltet, der Papst tritt zurück und der neue wäscht Muslimen und Frauen im Knast die Füße und vielleicht wird wegen Finanzierungsproblemen der Bau von Stuttgart 21 eingestellt.

Leserbriefe

Gut dotierte Beamtenposten

Albrecht Dürner, Neckartailfingen. Zum Artikel „Lukrative Beamtenstellen“ vom 4. Mai. Ein sehr zweifelhaftes Vorgehen der noch amtierenden Bundesregierung wird beschrieben.

Schaffung von zusätzlichen B 8-Besoldungsstellen – 71 an der Zahl – dotiert mit mindestens 8300 Euro monatlich, eher…

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