Schwerpunkte

Leserbriefe

Der Druck auf Impfverweigerer

30.01.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Siglinde Hanak, Beuren. Ich möchte an dieser Stelle kurz zusammenfassen, was man über die Corona-Impfung weiß beziehungsweise wissen kann. Dies hat das Robert-Koch-Institut detailliert in einem sogenannten Bulletin (Epidemiologisches Bulletin 2 aus 2021) zusammengefasst. Hier wurden die Studienergebnisse der Impfstoffe von Biontech und Moderna, die der amtlichen Zulassung zugrunde liegen, vorgestellt. Die Impfeffektivität betrug circa 95 Prozent. Auch in der nach Alter gestaffelten Analyse zeigten sich vergleichbar hohe Prozentwerte zur Schätzung der Wirksamkeit. Es wurde aber eingeräumt, dass diese Werte bei den anzahlmäßig kleiner werdenden Altersgruppen beziehungsweise Fallzahlen nicht mehr statistisch signifikant waren.

Der Studie ist des Weiteren zu entnehmen, dass weniger als fünf Prozent der insgesamt etwa 40 000 Studienteilnehmer über 75 Jahre alt waren – also zu der Gruppe gehören, die mit der Impfung vorrangig geschützt werden soll. Im RKI-Papier heißt es hierzu: „In der höchsten Altersgruppe (75 Jahre) ist daher eine Aussage über die Effektivität der Impfung mit hoher Unsicherheit behaftet.“ Wie lange der Impfschutz hält, ob ein Geimpfter das Coronavirus weitertragen kann, also trotzdem für andere ansteckend bleibt und wie es um die Risiken steht, die jede neu eingeführte Impfung mit sich bringt, dazu wissen wir wenig oder nichts.“ Das ist aber nicht sehr verwunderlich, wenn man die deutlich verkürzten klinischen Phasen unter dem Druck der Pandemie betrachtet und die Tatsache, dass wir gerade erst begonnen haben zu impfen. Aufgrund einer solchen Datenlage kann es keine generelle Impfpflicht geben! Jeder muss für sich persönlich Nutzen und Risiken abwägen, um sich dann für oder gegen die Impfung zu entscheiden. Wenn neben einer Impfpflicht noch „harte Strafen“ für sogenannte Impfverweigerer gefordert werden, dann ist das meiner Ansicht nach ein Angriff auf vernunftorientierte Argumentation und Demokratie!

Leserbriefe

Grüne verbieten keine Einfamilienhäuser

Gerhard Härer, Aichtal-Neuenhaus. Zum Leserbrief „Das Ende des Einfamilienhauses“ vom 22. Februar. „Es ist einfach albern“ meinte Ministerpräsident Kretschmann dieser Tage, dass irgendjemand in Deutschland verbieten wolle, dass Menschen Einfamilienhäuser bauen dürfen. Und es ist nachweislich…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe