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Leserbriefe

Der Bürger, das unbekannte Wesen

26.01.2018 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dorothea Röcker, Nürtingen. Zum Artikel „Für großzügige Freiräume am Neckar“, vom 19. Januar. Zitat: „. . . erstens frage ich mich immer wieder, wer „die Bürger“ sind . . .“. Diesen Satz kann man auf zwei Arten lesen. Entweder als abfällige Bemerkung oder als echte Frage. Ich versuche hier, sie ein Stück weit zu beantworten. Die Bürger von Nürtingen sind circa 40 000 Personen, von denen circa 30 000 wahlberechtigt sind. Für viele von ihnen ist Nürtingen Heimatstadt, die sie auch für ihre Kinder und Enkel lebenswert erhalten wollen. Dazu gehört unbedingt ein breiter Uferstreifen am Neckar, der nicht an Investoren verkauft werden darf.

Nicht wenige Menschen engagieren sich ehrenamtlich für ihre Stadt und ihre Mitbürger. Es gibt auch Bürger, die sich einen Biergarten am Neckar wünschen, der allerdings erst nach dem Bau des Hotels in Form eines Kiosks, Toiletten, sonnenbeschienenen Sitzstufen, einer Hotelterrasse und unter noch nicht gepflanzten Bäumen eingerichtet werden soll. Es gibt auch Bürger, die zur Informationsveranstaltung am 19. Juni 2017 in die Glashalle gekommen sind, und die immer noch auf die versprochene weitere Info gewartet haben. Stattdessen wurden sie mit einem nichtöffentlichen Beschluss des Gemeinderates zum Verkauf des Grundstücks vor vollendete Tatsachen gestellt.

Bei einer ehrlichen und ernsthaften Bürgerbeteiligung hätte OB Heirich sicher die Gelegenheit gehabt, seine Bürger kennenzulernen und müsste sich nach 14 Amtsjahren nicht mehr fragen, wer „die Bürger“ sind.

Leserbriefe

Billiglöhner nicht nur in der Fleischindustrie

Michael Wagner, Altdorf. Zum Artikel „Lockdown in Nordrhein-Westfalen“ vom 25. Juni. Corona-Ausbruch bei Tönnies. Als gebürtiger Rheda-Wiedenbrücker werde ich in letzter Zeit häufig mit Fragen zum Thema Tönnies konfrontiert, seit die Stadt/ der Kreis Gütersloh durch den Corona-Ausbruch in den…

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