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Den Verstand gibt man nicht an Wahlurne ab

26.05.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gabriele C. Kapp, Unterensingen. Zum Artikel „Der Kopf hinter Querdenken 711“ vom 9. Mai. Auffallend gleichförmig abschätzig berichten die Medien über die Samstagsdemonstrationen im Land gegen unverhältnismäßige Coronabeschränkungen! Mein Eindruck am letzten Samstag in Stuttgart war ein ganz anderer: Viele im Alter, die schon als junge Menschen vor 30 Jahren innovativ gegen die Pershings, Overkills und Atomwahn demonstrierten sind da erfreulich gelassen. Genauso viele junge entspannte Leute und natürlich auch ein paar andere, in die eine oder andere Richtung extreme.

Während sie für die Einhaltung des Grundgesetzes demonstrieren, werden sie gleich als radikale Impfgegner tituliert. Verschwörungstheorien werden ihnen angehängt, während der Planet wegen asozialem Kapitalismus vor die Hunde geht. Populistisch und unzufrieden mit der Politik seien sie, während Meinungsäußerungen auf Portalen von renommierten Fachleuten massenhaft gelöscht werden. Unvernünftig und Gefährder seien sie, sogar antizionistisch, Rechts- oder Linksradikal. Während Teile der Polizei und Ordnungskräfte Einzelpersonen auf Parkbänken oder Eisschlecker nahe der Verkaufsluke mit autoritärem Gehabe und Bußgeldern belegen.

Währenddessen leiden Menschen unter Thrombosen, respiratorischen Einschränkungen oder Panikattacken durch Masken. Erhöhen sich Suizide von Arbeitnehmern genauso wie Unternehmern und anderem mehr. Demokratie geht nur in Freiheit und ich muss mich schon sehr wundern, welches politische Verständnis hier angemahnt wird.

Man müsse Vertrauen in die Regierung haben, heißt es? Falsch! In einer Demokratie gibt man weder Verantwortung noch Verstand mit dem Wahlzettel ab. In einer lebendigen Demokratie ist es nicht nur Recht, sondern Pflicht, zu überwachen, ob die Regierung dem Auftrag gerecht wird. Das geschieht zum Glück gerade, lassen wir uns nicht provozieren von den angekündigten Muskelspielen!

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