Leserbriefe

Den 8. Mai 1945 nicht vergessen

15.05.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Reinhardt, Neckartenzlingen. Zum Leserbrief „Viel sozialer Diskussionsstoff“ vom 8. Mai. Es ist schon eigenartig: wenn man in die Statistik sieht, ging es Deutschland als Ganzes noch nie so gut wie heute. Aber es gibt offensichtlich Menschen, die lesen nur negative Berichte – zugegeben: die sind irgendwie spannender. Aber sollte ein Mensch, der sich verantwortlich fühlt für sein Land, nicht trotzdem beides lesen? Da klagt gerade heute wieder ein Leserbriefschreiber über die furchtbaren Zustände in Deutschland – da könnte einen der Horror ankommen. Trotzdem ist die Klagerei unredlich.

Natürlich ist nicht alles in Ordnung im Land – wie sollte es denn? Die Menschen sind nun einmal nicht alle gut und edel. Sie waren es nie und werden es auch nie sein – erst im Paradies vielleicht, da kann man nicht einmal bei der Mehrwertsteuer betrügen, weil es dort keine gibt – nehme ich mal an. Es geht uns wohl allen so, dass wir die Horrorgeschichten in den Medien mit größerer Aufmerksamkeit lesen als die positiven Meldungen – die erscheinen dagegen eher langweilig.

Aber wenn einer alle negativen Berichte aus diesem oder jenem lokalen Ort in sich aufsaugt und für das ganze Land verallgemeinert, so mag das sein Ego befriedigen, aber mit der wahren Lage in Deutschland hat das wenig zu tun. Im Grunde sind das Lügen. Und was sollen sie bewirken? Das Ziel kann doch nur eine allgemeine Verunsicherung sein. Besser wird dadurch doch wohl kaum etwas. Und die Geschichte lehrt doch sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart, dass Verunsicherungen die Grundlage und die Voraussetzung für kommende diktatorische Regime sind. Wer will denn das?

Wer sich nur ein wenig in der Vergangenheit oder auch in der gegenwärtigen Welt umsieht, der müsste doch trotz aller Mängel das gegenwärtige Deutschland preisen. Nicht, weil alles supergut ist, sondern weil es nie besser war und kaum irgendwo besser ist. Und das besonders an diesen Tag: am 8. Mai 1945 war der schrecklichste aller Kriege endlich zu Ende. Was haben wir seitdem alles geschafft!

Leserbriefe

Großer Forst und die Wahlen

Kuno Giesel, Nürtingen. Zum Artikel „Neuer Bauabschnitt sorgt für neuen Stau“ vom 21. Mai. „. . . zwischen Bahnhof und Nordtangente ging heute gar nichts mehr“. Man Stelle sich vor, Hugo Boss hätte doch auf dem Großen Forst gebaut und seine LKW-Flotte quält sich zusätzlich durch den Stau über…

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