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Das sind teure EU-Stromgeschenke

22.02.2014 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Thomas Richard Strumberger, Neuffen. Zum Artikel „Strom-Rabatte: EU gibt nach“ vom 18. Februar. Von Strompreisvergünstigungen in Deutschland profitieren nun mittlerweile 2098 Unternehmen, wieder 378 (plus 22 Prozent) mehr als im Vorjahr 2013. Die Rabatte von 5,1 Milliarden Euro in 2014 und vier Milliarden in 2013 zahlen die anderen Stromverbraucher. 13,75 Euro (plus 27,5 Prozent) Pro-Kopf-Mehrbelastung in 2014 errechnet sich aus den 5,1 Millionen Euro Industrievergünstigungen geteilt durch 80 Millionen Einwohner, ist gleich 63,75 Euro pro Einwohner im Vergleich zu 2013 mit vier Millionen Euro geteilt durch 80 Millionen Einwohner ist gleich 50 Euro pro Einwohner.

Gabriel hält eine Kappung der Rabatte um eine Milliarde für möglich, doch der Recheneffekt ist nicht anders als oben bereits gerechnet. Auch wollte er für selbst produzierten Strom die Ökostromumlage verlangen, worauf sich selbst der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, Matthias Wissmann, zu dem Vergleich herabließ, dies wäre dann so, als müsse jemand Mehrwertsteuer bezahlen, wenn er die Äpfel seines eigenen Baumes isst. Eigenstrom ist aber die einzig machbare Lösung, sich von der Politik und deren alter Energiewirtschaft loszusagen, Schritt für Schritt.

Es gibt zwei Wege, die Kosten von erneuerbarem Strom fair und korrekt in Relation zum noch aktuellen fossil-atomaren Energiesystem zu stellen: Die tatsächlichen Gestehungskosten zu berechnen oder den derzeitig noch vorhandenen Zuschussbedarf mit fossilen und atomaren Energieträgern in Relation zu setzen. In beiden Fällen löst sich das Gespenst der angeblich hohen Kosten der Erneuerbaren schnell in Luft auf. Der EU-Oettinger träumt aber nicht nur schon lange von Atomkraft, nein er arbeitet auch bewusst mit falschen Zahlen dafür. Nach seinem vermutlichen Abgang als Kommissar im Jahr 2014 ist so was ein geeigneter Türöffner für die alte Energiewirtschaft und Superminister Gabriel rechnet sich auch schon die Industrievergünstigungen, die Tonne CO2 und die Kohle wieder schön. Nein, nicht seine Kohle im Geldbeutel, unsere Kohle.

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