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Das Parken im Enzenhardt

23.10.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Oliver Zambano, Nürtingen. Zum Artikel „Die leidigen Parkplätze“ vom 16. Oktober. Die Problematik der Verkehrssicherheit zusammen mit der unmöglichen Situation des „wilden Parkens“ im Neubaugebiet im Enzenhardt kann nicht oft genug betont werden, und es ist nach über fünf Jahren auch endlich an der Zeit, den verkehrsberuhigten Bereich umzusetzen.

Wundern musste ich mich beim Bürgergespräch über die Meinung vieler Bewohner, dass es Sache der Allgemeinheit und damit der Stadt sei, private Stellplätze für die Anwohner kostenlos bereitzustellen. Auch die Meinung, trotz objektiv nicht ausreichender Straßenbreiten Parkplätze im verkehrsberuhigten Bereich unter Einbeziehung der neben der Straße verlaufenden Grabenmulden auszuweisen, zeugt von einer Verkennung der Gegebenheiten.

Fakt ist doch, dass bei einer grundsätzlich vorhandenen Straßenbreite von 4,50 Metern durch Ausweis von Parkplätzen die nach StVO notwendige Restfahrbahnbreite von drei Metern nicht mehr gegeben ist. Somit ist auch das heute schon praktizierte Parken auf der Fahrbahn unzulässig – was bisher und bis heute ständig zu Problemen zum Beispiel bei der wöchentlichen Müllabfuhr führt. Umso schlimmer, wenn dann Fahrzeuge aufgrund der durch das Parken noch verschärften Enge einem das eigene Grundstück durch Überfahren beschädigen. Glücklicherweise mussten bisher noch keine Einsatzwagen der Feuerwehr ins Wohngebiet einrücken, das dann entstehende Chaos wage ich mir nicht vorzustellen.

Dass Polizei und Ordnungsamt bezüglich dieses Zustandes bisher beide Augen zugedrückt haben, ist vielleicht verständlich, deshalb aber noch lange nicht richtig. Damit ist auch die Aussage, dass durch den verkehrsberuhigten Bereich Parkplätze wegfallen würden beziehungsweise doch möglichst viele Parkplätze erhalten werden sollen, einfach falsch – es gibt nämlich bisher schon keine.

Völlig unverständlich ist es dann, dass nach dem Bürgergespräch städtische Mitarbeiter die Straßen im Wohngebiet mit gelben Markierungen versehen haben, die offensichtlich mögliche Parkbuchten andeuten sollen. Die Stadt scheint damit eine rechtlich kritische Lösung in Erwägung zu ziehen, um den teils massiven Forderungen der Anwohner entgegenzukommen. Der einzig richtige Weg ist jedoch der von der CDU-Fraktion vorgeschlagene, nämlich das Anbieten von städtischen Grundstücken zum Kauf oder zur Anmietung.

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