Leserbriefe

Das Ärgernis der Terminverschiebung

09.11.2019 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Barbara Schmidt, Oberboihingen. Zum Artikel „Baustellentourismus“ vom 25. Oktober. „Klein-BER“ zwischen Wendlingen, Unterensingen, Zizishausen und Oberboihingen? Sylvia Gierlichs spricht mir mit ihrer Glosse und sicherlich den vielen leidgeprüften Anwohnern der oben genannten Orte aus dem Herzen. Anstelle der konkreten Angabe des Datums 30. April 2020 empfehle ich den Verantwortlichen, zumindest die Angabe der Jahreszahl wegzulassen.

Nach der Posse mit den Verschiebungen der Fertigstellungstermine und der blumigen Zusage vor circa drei Wochen, im Bedarfsfall die alte Strecke nochmals zu öffnen, glaubt sowieso niemand mehr den Angaben und dem neuen Termin. Es ist ja nicht so, dass der Bau der Großen Wendlinger Kurve und der neuen Autobahnanbindung auch Auswirkungen auf die Strecke zwischen Nürtingen und Wendlingen hat. Diesen Faden möge jeder für sich weiterspinnen. Eines aber ist sicher, hier wurde bei der Planung und Information der Bürgerschaft, die über ihre Steuern das ganze Elend auch noch bezahlt, ganz gewaltig Bockmist gebaut.

Oder war das alles gar Absicht, um sich durch die Salamitaktik mit den Terminverschiebungen um den Bau einer geeigneten Umleitungsstrecke zwischen Wendlingen und Oberboihingen zu drücken? Hier hätte sich bestimmt eine Lösung gefunden, wenn von vorneherein feststand, dass die Bauzeit auf keinen Fall eingehalten werden kann. Aber nein, da müssen sich jeden Tag etliche tausend Autos durch Zizishausen quetschen. Die Anwohner tun mir wirklich leid.

Ortsansässige Händler in Oberboihingen und Wendlingen haben vielleicht existenzbedrohende Einbußen und all die Pendler aus beziehungsweise nach Oberboihingen haben auch einen finanziellen Schaden. In meiner persönlichen Berechnung, in der ich die tägliche längere Fahrzeit und die zusätzlichen Kilometer einbezogen habe, komme ich bei vorsichtiger Schätzung auf einen Betrag von 350 Euro pro Monat! All diese Fakten scheinen die Verantwortlichen aber in keiner Weise zu interessieren. Sonst wäre die Art der Informationspolitik eine andere. Wahrscheinlich glauben sie selbst nicht an das, was sie veröffentlichen? Schämen sollten sie sich, anstatt uns für dumm zu verkaufen. Vielleicht sollten wir alle, die von diesem Ärgernis betroffen sind, einmal eine persönliche Schadensberechnung durchführen und als mündige Bürger eine Sammelklage auf Schadenersatz anstreben.

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