Schwerpunkte

Leserbriefe

Das Abenteuer Corona-Impfung

30.03.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gabriele Klink, Nürtingen. Letzte Woche hatte mein Mann, Impfgruppe 1, das große Los gezogen und seinen Erstimpftermin im KIZ Esslingen gehabt. Er hatte im Februar eine Terminzusage mit Datum und Uhrzeit, die benötigte Impfbestätigung erfolgte jedoch nicht. Auf Nachfrage stellte sich heraus, da sei etwas aus dem Ruder gelaufen. Pech gehabt. Der Vermittlungscode zur Corona-Schutzimpfung bestehe jedoch weiterhin. Also weitere vier Wochen täglich dreimal Anmeldeversuche. Kein Impfserum, keinen Termin. Dann klappte es endlich. Unterlagen, Ausweis, Impfpass und AOK-Karte waren griffbereit. In Esslingen ging alles sehr rasch, ruhig, freundlich, hilfsbereit und keine Wartezeiten, außer den 15 Minuten Ruhezeit nach dem Impfen. Ein dickes Lob an dieses tolle Team!

Da ich zur zweiten Gruppe zähle, hatte ich nachgefragt, ob ich mitgeimpft werden könne. Keine Chance, Vorschrift ist Vorschrift. Unser Problem war: Und wie kommen wir nach Esslingen? Ein Beförderungsschein über die AOK wurde abgelehnt – gibt es nicht. Mit öffentlichen Mitteln war nicht machbar: Fußweg, Bahnfahrt und Busfahrt zum Impfzentrum, zu schwierig und zu riskant. Nürtingen bietet leider keinen Bürgerbus oder Shuttle an und ein Auto hatten wir nicht mehr. Also mit dem Taxi hinfahren. Der Taxifahrer ließ uns wissen, nur Barzahlung sei möglich. Bei Beförderungsscheinen durch den Arzt blieben die Taxifahrer am Ende auf den Kosten sitzen. Die Kasse lehnt diese Kostenübernahme letztendlich dann ab.

Unser netter und hilfsbereite Taxifahrer wartete dann sogar am Impfzentrum auf uns und berechnete die Fahrt nach dem Hinwegpreis, denn die Rückfahrt fiel in die Verkehrsstoßzeiten! Neunzig Minuten nach Abfahrt waren wir wieder zu Hause und beglichen den Fahrpreis von 98,00 Euro.

Was alleine zählte: Endlich geimpft. Wenigstens einer von uns beiden. Gut dann kommt die Zweitimpfung und irgendwann auch für mich dann zwei Impftermine. So gesehen, ein teures Vergnügen, aber es lohnt sich.

Leserbriefe

Gastfreundschaft wird schamlos missbraucht

Bernd Hummel, Nürtingen. Köln, Hamburg, Berlin, Stuttgart. Aktuell zeigen asylsuchende Syrer, Libyer, Afghanen oder Iraker wieder Flagge (Heimatflaggen) inclusive dem Halbmond, um auf sich aufmerksam zu machen. Respekt als Gast sieht anders aus. Aber wozu auch Respekt? In Deutschland ist alles…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe