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Breitband ja – aber kein Mobilfunkausbau

26.08.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Professor a. D. Helmuth Kern, Neckartenzlingen. Zum Artikel „Müntefering: Breitband und Mobilfunk, flächendeckend!“ vom 13. August. Wie die Lebenssituation von älteren Menschen in Deutschland durch Digitalisierung verbessert werden kann, darum ging es im Artikel zum Altersbericht der Bundesregierung 2020. Digitalisierung trage dazu bei, dass Senioren ein selbstbestimmtes Leben führen könnten. Dazu müsse jedoch zuerst der Zugang zum schnellen Internet gesichert sein: „Breitband und Mobilfunk, und zwar flächendeckend“ wird Franz Müntefering (SPD), Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen, zitiert.

Man wolle ein Programm zum technikgestützten und digitalen Wohnen an Modellstandorten bereits im Oktober dieses Jahres fördern, erklärte Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Ausbau von 5G, das Internet der Dinge für humane Zwecke, wie bei dem im Artikel erwähnten selbst abschaltenden Herd, eine Hilfe zum selbständigen Wohnen für an Demenz Erkrankte, das leuchtet ein, das schafft Akzeptanz.

Doch: Kein Wort über die gesundheitlichen Risiken und Nebenwirkungen von Mobilfunk. Dabei sind die biologischen Wirkungen von Mobilfunkstrahlung in der wissenschaftlichen Literatur seit Langem nachgewiesen und Störungen der elektrischen Vorgänge auf Zell-, Nerven- und Organebene bekannt. Seit der Jahrtausendwende gibt es bereits Hinweise, dass das Immunsystem gestört wird. Ein Aspekt, der in der Coronapandemie nicht unwesentlich ist. Deswegen: Flächendeckendes Breitband ja, doch ungebremster und unkritischer Ausbau von Mobilfunk und 5G nein, denn Mobilfunk und WLAN machen für elektrohypersensible Menschen das Leben zur Hölle.

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