Leserbriefe

Bisher profitieren nur die Turbobauern

30.08.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „340 Millionen Euro Hilfe für gefährdete Höfe“ und zum Kommentar „Klöckner hat überzeugt“ vom 23. August. Im Kommentar fordert Bernhard Walker die CDU-Ministerin Julia Klöckner auf „Politik mit Sinn und Verstand zu machen“, wenn demnächst die EU-Länder wieder einmal die jährlichen EU-Agrar-Subventionen von 50 Milliarden (!) Euro verteilen – Zitat: „Dann wird sich zeigen, ob die Zahlungen zu einer nachhaltigen, ökologischeren Landwirtschaft führen – zu einem System also, das auch besser für Hitze und Dürre gewappnet wäre.“

50 Milliarden Euro, die bisher äußerst ungerecht nach der Flächengröße der Betriebe verteilt werden: „Wer schon viel hat, bekommt noch viel mehr!“ Also profitieren finanziell hauptsächlich die „Turbobauern“ – die großflächigen Agrarbetriebe und Konzerne mit den riesigen Monokulturen mit Mais für den problematischen Bio-Sprit, dem massiven umweltschädlichen Einsatz von Pestiziden wie Glyphosat nach dem Motto „Unser täglich Gift“, aber auch der fehlenden Widerstandsfähigkeit bei Ereignissen wie der diesjährigen Dürre.

Nachhaltige Landwirtschaft hingegen ist viel widerstandsfähiger, wie gerade in diesen Dürrezeiten vielfältig bewiesen wird: Gesunde Nahrungsmittel werden erzeugt mit einer Vielzahl von Pflanzen, die auf gesunden Böden wachsen, ohne Pestizide, sondern mit mechanischer Unkrautbeseitigung, auf kleinen Feldern mit Unterteilung durch Hecken und Waldstücken für die Vielzahl von Tieren und Insekten, die unser natürliches Zusammenleben bereichern.

Diese Art der Landwirtschaft muss wieder die Normalität werden, damit die Menschen in Europa und auf der ganzen Welt wenigstens die Chance haben, in ihrer eigenen, gesunden Umwelt „unser täglich Brot“ für sich und ihre Familien zu erarbeiten.

Den Anfang kann und muss die EU machen, indem diesmal die 50 Milliarden EU-Agrar-Subventionen zur Förderung der nachhaltigen Landwirtschaft eingesetzt werden. „Politik mit Sinn und Verstand“ ist machbar und wichtig für unser aller Zukunft.

Leserbriefe

2010 war Herr Blessing für den „Ochsen“-Erhalt

Peter Kowallek, Frickenhausen-Linsenhofen, Gemeinderat. Zum Artikel „,Ochsen‘ macht Platz für eine Seniorenanlage“ vom 11. April. Jetzt also ganz schnell weg mit dem „Ochsen“. Ohne Wenn und Aber hat der Frickenhäuser Gemeinderat noch schnell vor der Wahl seinen eigenen Beschluss von 2014 als…

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