Leserbriefe

Betrug mit Kaffeefahrten

29.11.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Lydia Hofstadt, Erkenbrechtsweiler. Kürzlich flatterte mir ein Brief von der Lotto-Service-Zentrale, Büro 49686 Lastrup, ins Haus, in dem mir ein Lottogewinn von 1000 Euro avisiert wurde. Der Brief der Zentralen Gewinnabwicklungsstelle war gestempelt mit „Auszahlung garantiert“ und im Text war ein Vermerk, dass der Betrag eingeklagt werden kann. Es war ein Gewinn-Anforderungs-Schein beigefügt, der zurückgeschickt und die Teilnahme an der feierlichen Gewinnübergabe bestätigt werden sollte. Im ersten Moment hatte ich mich gefreut, zumal ich noch nie etwas gewonnen hatte. Doch dann kamen mir Zweifel und ich habe meine Lottozettel durchgesehen, konnte jedoch nirgends entsprechende Nummern finden. Dann habe ich im Internet nach dem Lotto-Service gesucht und siehe da, ich fand eine seitenlange Warnmitteilung über diese Firma.

Vor wenigen Tagen erreichte mich eine Mitteilung, dass die Übergabe des Gewinns am 1. Dezember stattfinden solle, dazu hätte ich mich an der Bushaltestelle Unterlenningen um 7.40 Uhr einzufinden, um den Empfang des Gewinns persönlich zu bestätigen. Es würde dann ein reichhaltiges Frühstück, später ein großzügiges Mittagessen sowie ein interessantes Rahmenprogramm mit tollen Überraschungen geboten. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass bei Nichterscheinen für zwei nichtgenutzte Plätze je 19 Euro zu bezahlen seien und dass eine spätere Gewinnübergabe nicht möglich sei. Die Briefe waren jeweils mit Karin Ludwig unterschrieben. Dieses ist wohl eine neue Masche zur Teilnahme an den berüchtigten Kaffeefahrten und ich bin überzeugt, dass alle Teilnehmer Rentner im fortgeschrittenen Alter sind und alle auf den angekündigten Lottogewinn warten. Ich frage mich, warum es nicht möglich ist, diesen Leuten das Handwerk zu legen, nachdem es offenbar hinreichend laut Warnmitteilung bekannt ist, mit welchen Tricks hier gearbeitet wird, oder reicht das als strafbare Handlung nicht aus? Es muss unbedingt mehr in den Medien darüber informiert und gewarnt werden, denn wie viele ältere Menschen kennen sich im Internet aus oder besitzen einen Computer?

Leserbriefe

Nürtingen für die Enkel und Urenkel

Reinmar Wipper, Nürtingen. Zum Artikel „Freie Wähler plädieren für Investorenwettbewerb am Neckar“ vom 20. Juli sowie einigen anderen Veröffentlichungen dieser Tag.

Ich gehe bald auf die achtzig zu. Sollen Weib, Kinder und Enkel sagen, am besten kommt der Alte gleich ins Heim? Denn wenn er…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe