Leserbriefe

Beteiligte können etwas dazulernen

22.03.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Eberhard Ellwanger, NT-Reudern. Zum Leserbrief „Hexen und Heiligkeit“ vom 14. März. Wie lautet doch gleich ein altes Kinderlied: „Alle Jahre wieder, kommt die-hie Faschingszeit, auf die Menschen nie-hie-der, was ni-hicht alle freut . . . “. So auch dieses Jahr. Der Fasching erhitzt die Gemüter. Die einen machen einen drauf, die anderen lieber besorgte Mienen. Wir sind zwar dieses Jahr eigentlich drüber weg, aber es klingt insbesondere ein Narren-Gottesdienst noch nach. Es ist nicht einfach, sich eine fundierte Meinung zu bilden über solch einen Gottesdienst. Zwar helfen scheinbar ein paar Bibelstellen weiter, aber es ist halt wie immer sehr verzwickt. Die Bibelstellen sind nun mal nicht in Bezug auf solch einen Gottesdienst verfasst worden.

Narren – wie es sie heute in den Zünften gibt – gab es nicht zu Jesu Zeiten. Dies bedeutet für uns: wir müssen unser Hirn und unser Gewissen, das wir von Gott geschenkt bekommen haben, selbst anstrengen. Das ist unbequem, aber allemal besser, als von irgendwoher, und sei es aus der Bibel, eine Gebrauchsanweisung zu erwarten. Es ist immer enorm kritisch, dass es Menschen gibt, die so genau wissen, was Gottes Wille ist. Auch die Jünger Jesu wussten und wissen das oft nicht! Ausgerechnet die Narren, die in die Kirche gehen, maßregeln zu wollen, finde ich dreist. Woher wissen wir denn, aus welchen Beweggründen der oder die Einzelne zu solch einem Gottesdienst geht? Wer sind wir, dass wir bestimmen dürfen, wer welchen Gottesdienst feiern darf?

Mein Vorschlag: es hilft oft weiter, wenn man sich mit den Betroffenen austauscht. Dazu gehört die Bereitschaft, den Gesprächspartner erst mal zu verstehen und nicht mit missionarischem Eifer auf jede verwerfliche Bemerkung zu lauern. Auch die Bereitschaft anzuerkennen, dass mein Gegenüber meinen Rat gar nicht sucht, sondern das Bedürfnis zum Gespräch von mir selbst ausgeht. So mag es gelingen, dass beide Beteiligten etwas dazulernen. Vielleicht stirbt ja mal das Schwarz-Weiß-Denken aus? Man soll die Hoffnung nicht aufgeben!

Leserbriefe

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