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Baumängel im öffentlichen Raum

06.02.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Christian Bürk, NT-Neckarhausen. Ich bin immer wieder überrascht, wie schlecht im öffentlichen Raum Nürtingens Handwerksarbeiten stellenweise ausgeführt und von der Stadt offensichtlich ohne Weiteres abgenommen werden.

Zwei kleine Beispiele: Kürzlich ging ich über das kleine Neckarhäuser Autmut-Brückle, das viel zu lange Baustelle war. Nicht nur, dass die Proportionen der Geländerkonstruktion vermuten lassen, sie sollte die Stabilität einer Panzersperre haben (wer hat dieses Monstrum konstruiert?). Die Ausführung spottet zudem jeder Beschreibung. Die Ortbetonwände haben auf der Oberseite, auf der die Geländerkonstruktion ruht, unnötige und auch noch verschiedene höhenmäßige Gefälle und ebenso unnötige höhenmäßige Absätze. Anstatt zum Beispiel das Gefälle und die Absätze auszugleichen, wurde das Geländer einfach obendrauf gepflanzt. Es wäre ein Leichtes gewesen, beides zu egalisieren, um einen sauberen und ebenen Verlauf des Geländerhandlaufes zu erreichen, da das Geländer in mehrere Segmente unterteilt ist und zudem auch noch geschraubt ist. Noch nicht mal eine saubere Fluchtung in Längsrichtung hat man hinbekommen. Ein Schlosser-Azubi wäre bei der praktischen Gesellenprüfung mit so einer Arbeit ganz sicher durchgefallen.

Am gleichen Tag ging es weiter neckarabwärts Richtung Ruderclub. Dort sind Ausgucke unmittelbar am Neckarufer mit halbrunden Geländern gebaut. Die dortige Geländerkonstruktion ist untauglich, da mit Querstreben in viel zu schwacher Materialstärke ausgeführt. Dass (kleine) Kinder auf die dünnen Querstreben steigen und sie auf Dauer dadurch verbiegen, sollte keine echte Überraschung sein. Dass man dies so nicht konstruiert, und schon gar nicht in Flussnähe, sollte aber auch dem Planer und der ausführenden Firma klar sein. Ob diese Arbeit überhaupt so zulässig war oder ist?

Eine Schande für das Handwerk, und auch für die Verantwortlichen bei der Stadt, die solche lieblosen und schlechten Arbeiten auch noch abnehmen. Und ärgerlich, wie man seitens der Stadt mit unseren Steuergeldern umgeht.

Leserbriefe

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