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Autobahnen und Fahrräder

07.04.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ralf Epple, Kohlberg. Der Autofahrerverein fordert für Hunderte Millionen den Ausbau des Straßennetzes, hat aber amüsanterweise keinen Vorschlag, woher dieses Geld kommen soll. Was der ADAC jedoch nicht fordert, ist zum Beispiel der Ausbau des S-Bahn-Netzes beziehungsweise die Optimierung von Taktzeiten und Nutzerfreundlichkeit, die schon mit der Ausweisung von kostenlosen beziehungsweise günstigen Parkplätzen beginnt. Oder aber Maßnahmen, die die Menschen dazu bewegen, häufiger auf das Rad umzusteigen.

Unter den derzeitigen Umständen ist man fast gezwungen, für Strecken von mehr als fünf Kilometer mit dem Auto zu fahren. Dazu zähle ich ausdrücklich unzählige rechtswidrig angelegte und ausgeschilderte Radwege und Radfahrstreifen und deren gefährlichen Zustand. Ebenso auch die Tatsache, dass einen Autofahrer immer wieder „spüren“ lassen, dass man als Radfahrer auf der Fahrbahn (ob mit oder ohne Radweg) nicht erwünscht ist.

Diese Haltung wird vom ADAC nicht gerade abgeschwächt, so was ist ihm keine Pressemitteilung wert. Dabei kann jeder in der Straßenverkehrsordnung nachlesen, dass Fahrräder Fahrzeuge sind und Fahrzeuge die Fahrbahn benutzen müssen – und zwar aus Sicherheitsgründen! Aber wer schon Geld für ein Auto investiert hat, möchte auch „freie Fahrt“ haben.

Unter anderem deshalb spürt man als Radfahrer immer häufiger den förmlich ansteigenden Adrenalinspiegel, wenn Kfz-Fahrer einen nur sehen. Geradeausfahrend auf der Fahrbahn und abbiegend auch auf dem Radweg. Vielleicht würde es uns allen helfen, wenn man das Fahrrad als umweltfreundliches „Staureduziermittel“ betrachtet? Dann bräuchten wir auch keinen Autobahnausbau.

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