Leserbriefe

Auf Flugreisen zehn Jahre verzichten

10.08.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Manfred Dilger, NT-Oberensingen. Zum Artikel „Wie weit werden sie gehen?“ vom 2. August. Fridays good smell for future! Die Schüler demonstrieren wieder. Eine Generation lang haben wir darauf gewartet. Die Jugend nimmt die Zukunft in die Hände. Wie wollen sie leben und in welcher Welt? Die Ideen scheinen klar, es wird für die Umsetzung auf Demos bereits gekämpft. Durch die Digitalität können den Worten rasch Taten folgen, zum Beispiel durch die Verpflichtung in einem öffentlichen Chat, in den nächsten zehn Jahren kein Flugzeug zu betreten. Dazu kann innovativ eine Software-App entwickelt werden, die das Einchecken für alle Unterzeichnenden der Verpflichtung verhindert.

Dasselbe ist für alle nicht umweltfreundlich angetriebenen Schiffe machbar. Junge Menschen können sich weigern, in die Schule gefahren zu werden. Sie können die Eltern überzeugen, den SUV oder das Reisemobil abzustoßen. Sie können im Unterricht Konzepte für Energiesparen, neue Energiequellen und Speicher entwickeln. Geschäfte, die „Coffee-to-go“-Becher anbieten, werden boykottiert.

Die Schulen und Stadtverwaltungen müssen gedrängt werden, sichere Einstellboxen und Lademöglichkeiten für Elektrobikes und Fahrräder zu installieren! Mit 27 Prozent sind private Räume der zweitgrößte Energieschlucker. Eine Energieeinsparung im privaten Haushalt ist mit wenig Aufwand möglich und kompensiert den gesamten Flugverkehr. Seit 40 Jahren beträgt die jährliche Steigerungsrate des Wohnraumes vier Prozent und liegt über den Lohnsteigerungen. Heute bewohnt, beheizt, duscht sich Deutschland auf 46 Quadratmeter pro Person, das ist mehr als das Doppelte wie zur Zeit meines Abiturs.

Mit einem Wohnungsplan lässt sich leicht die Zahl der notwendigen Mitbewohnenden für ein ökogerechtes Wohnen errechnen. Es wird ein neues und spannendes soziales Miteinander werden, wenn sich leere, öde Wohnungen, die sowieso beheizt und klimatisiert sind, mit Leben füllen. Ganz nebenbei ist die „Wohnungsnot“ beendet, die Mieten werden durch freistehende Wohnungen ins Bodenlose fallen. Die Generationen der Eltern und Großeltern haben sich in diesem Alter einmal wöchentlich warm gewaschen. Welche Energieverschwendung ist das tägliche Duschen. Der gemeinsame Geruch ist das soziale Schmiermittel jeder sozialen Gesellschaft, nicht das gleiche DEO-Spray. Duscht man nur einmal am Samstag wie alle Generationen davor, wird eine „Neue Corporate Identity“ geschaffen. Wir dürfen gespannt sein, ob den Demonstrationen auch persönliche Handlungen folgen. Fridays good smell for future!

Leserbriefe

Für Diesel gibt es kein Steuerprivileg

Frank Eberhart, NT-Reudern. Zum Leserbrief „Kein Verständnis für Reaktion der Grünen“ vom 8. August. Leser Betz tadelt Herrn Kretschmann, weil er dem fortgesetzten Diesel-Bashing entgegentritt. Aus seiner Sicht gehört die „steuerliche Förderung“ des Diesels abgeschafft. Da kann man sich nur…

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