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Angemessenen Rang für Hölderlin schaffen

29.10.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kai Hansen, Nürtingen. Zum Leserbrief „Hartnäckige Hölderlinitis“ vom 24. Oktober. Herr Pfeiffer fordert Konzentration, ja, aber bitte auf die Sache, das ist die Förderung Nürtingens. Ich teile die Ansicht, dass es nicht sinnvoll ist, Schildchen für diejenigen aufzustellen, die in ihrem Kampf ums Dasein an Nürtingen vorbeijagen. Es geht um diejenigen, die Interesse haben an Nürtingen, um die Urlauber, Besucher, Unternehmen, die hier etwas suchen und wollen. Dazu braucht es Erlebbares und Ansprechendes, was über den Alltag hinaus Substanz vermittelt und Neugier weckt.

Hölderlin ist weltbekannt und wird im Unterschied zu Mörike unmittelbar mit Nürtingen verbunden. Ich kann mir schwerlich vorstellen, dass eine Gruppe Radreisender oder Brasilianer, die beim Heller zu Gast sind, ein glattwandiges Logistiklager interessiert: „Hier wurden vor unserem wunderschönen Albpanorama 220 Arbeitsplätze im Niedriglohnniveau geschaffen.“ Oder: „Hier sehen Sie die Honoratioren Meier, Müller, Schmidt“. Nein, es geht um die Frage der Außenwirkung Nürtingens und seiner schönen Lage.

Es ist und kann nur eine Frage politischer Willensbildung sein, Hölderlin hier einen angemessenen Rang im Rahmen der Stadtentwicklung einzuräumen. Dazu braucht es Kenntnis, Sachverstand, einen budgetierten Auftrag, Kernwerte und Orte einer erlebbaren Identität. Man muss für Hölderlin nicht schwärmen, aber mit übernommenen Urteilen und ohne Mühe wird nichts gelingen.

Passende Ideen für Nürtingen gibt es. Ich hatte schon mehrmals das Vergnügen städtischer Moderation und habe es im Ergebnis als frustrierend erlebt. Wer setzt sich schon einem „moderierten Prozess“ aus, wenn anschließend der Gemeinderat sich doch nur wieder hinter dem Haushaltsausschuss versteckt? Ich wiederhole mein Argument: Man kann weder über Hölderlin, noch über die Nürtinger Stadtentwicklung auf dem Niveau eines gering geschätzten Gebrauchtwagens diskutieren. Möge ein Aufwand mit sichtbaren Ergebnissen für Nürtingen betrieben werden.

Leserbriefe

Kuckuckseier vom Nürtinger Osterhasen

Egon Eigenthaler, NT-Oberensingen. Zum Artikel „Galgenbergpark: Kompromiss gefunden“ und zum Kommentar „Rücksicht nehmen“ vom 8. April. Wie, von CDU Stadtrat Kunzmann zur Wahl eröffnet, darf man in Nürtingen jetzt wieder „Klartext“ sprechen. Kein „Schönreden“, kein Vernebeln, und auch kein…

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