Leserbriefe

Altparteien und rechtsradikale Phrasen

29.11.2019 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dieter Hiemer, Neckartailfingen. Zum Leserbrief „Es kommt nur auf den Standpunkt an“ vom 16. November. Dem Leserbrief kann ich nur beipflichten. Aus einem Minivideo wurden Hetzjagden in Chemnitz konstruiert und ein fachlich hoch angesehener Verfassungsschutzpräsident, der es wagte, dies anzuzweifeln, musste gehen. Die späte Rache Honeckers, wie Autor Thomas Klein Angela Merkel bezeichnete, hatte analog zu Merz, Koch und von Beust den Daumen gesenkt. Clemens Tönnies geriet ebenfalls in schwere Seenot, weil er sich ungeschickt über die Bevölkerungsexplosion in Afrika äußerte. Für den wahren Kern seiner Aussage interessierte sich niemand. Vielmehr fiel alles, was linksgrün denkt, über den Fleischmagnaten her. Dass der Schalke-Boss viele Projekte in Afrika zum Vorteil der dortigen Bevölkerung auf den Weg gebracht hatte – egal. Hauptsache es konnte die Rassismus- und Nazi-Keule geschwungen werden.

Die Meinungsdiktatur nimmt immer schrägere Formen an. Jetzt wird schon die Bezeichnung „Altparteien“ als neurechter Begriff bis hin zur rechtsradikalen Phrase eingestuft, wie in einem Leserbrief unlängst geschehen. Auch bezüglich der Morddrohungen gegen Politiker hat Herr Giesel vollkommen recht. Jede solcher Drohungen, egal wer Opfer ist, ist aufs Schärfste zu verurteilen. In der Berichterstattung darüber gibt es jedoch gewaltige Unterschiede, ob diese gegen Grüne oder gegen AfD-Politiker ausgesprochen werden. Mandatsträger und Wähler der größten Oppositionspartei dürfen nach Belieben gemobbt werden. Das fängt in den Parlamenten an, wo dieser Partei weiterhin einer der ihr zustehenden Vizepräsidentenposten verwehrt wird und hört bei den sogenannten TV-Elefantenrunden auf. Der arrogante Umgang der Wahlverlierer sowie der Moderatorin Tina Hassel mit Bernd Baumann war zum Fremdschämen. Als Rentner kann ich vermehrt die Bundestagsdebatten verfolgen. Dort bricht stets allgemeine Empörung aus, wenn die AfD auf Missstände hinweist, die ohne sie unter den Teppich gekehrt worden wären, wie zum Beispiel der Wahnsinn von 600 Millionen Euro Beraterhonoraren der Regierung. Wenn in Militärfragen völlig ahnungslose Damen wie von der Leyen oder AKK das Verteidigungsministerium führen sollen, braucht sich niemand über solche Kosten wundern. Als ehemaliger Wehrpflichtiger (W15) bleibt man da ratlos zurück und träumt von einer damals funktionierenden Bundeswehr.

Leserbriefe

Wasen-Pläne noch mal genau überdenken

Anke Gottschling, Nürtingen. Zum Artikel „OB legt sich für die Wasen-Pläne ins Zeug“ vom 28. November. Ich und meine zwei Kinder wohnen sehr gerne in Nürtingen am Neckar. Mit Erschrecken habe ich kurz vor der Sitzung am 26. November im Rathaus und dann auch dort von den Plänen für den Wasen…

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