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Leserbriefe

Alle wollen mehr Sicherheit für Radler

17.04.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jürgen Bauder, Frickenhausen-Tischardt, Ortsvorsteher von Tischardt. Zum Leserbrief „Durchgehendes Tempolimit auf B 313“ vom 9. April. Herr Epple schildert in seinem Leserbrief die zahlreichen oft tödlich verlaufenden Unfälle auf der B 313 zwischen Nürtingen, Großbettlingen, Tischardt und Grafenberg. Er mahnt deshalb hier ein durchgängiges Tempolimit von 70 Kilometer pro Stunde an. Nun ist es aber tatsächlich so, dass fast die gesamte Strecke von Nürtingen bis Grafenberg bereits auf 70 beziehungsweise 50 Kilometer pro Stunde beschränkt ist. Nur ein ganz kleines Stück (circa 300 Meter) vor der Abzweigung nach Tischardt ist noch unbeschränkt. Genau auf diesem Teilstück sind in den letzten 50 Jahren aber keine Unfälle passiert. Es kann also nicht am fehlenden Tempolimit liegen, dass auf der B 313 immer wieder schwere Unfälle passieren.

Im Übrigen kamen in der Presse keinerlei Mitteilungen, was denn die genaue Ursache für diesen schrecklichen Unfall war! Alles mit Tempolimits zu regulieren ist auf jeden Fall nicht das Allheilmittel, um solche Unfälle zu verhindern. Wenn Herr Epple, dessen Herz ja nachweislich für Radfahrer schlägt, eine Verbesserung der Verkehrssicherheit erreichen will, dann sollte er sich bei unserem Verkehrsminister Winfried Hermann für einen Radweg einsetzen. Seit über 30 Jahren warten wir Tischardter und Großbettlinger auf eine sichere Radwegverbindung nach Nürtingen. Immer wieder wurde diese abgelehnt. Dann sollte der Radweg mal auf der Seite des Waldes entstehen, das ging aber nicht, weil man dafür ein paar Meter Wald abholzen müsse. (Später wurde ja dann großzügig 20 Meter tief abgeholzt.) Dann sollte der Radweg auf der anderen Straßenseite entstehen. Das ging aber nicht, weil dort angeblich ein Habitat für Kleintiere besteht. Just als dann der Durchbruch in Aussicht stand, wechselte unsere Landesregierung und unser neuer Verkehrsminister Winfried Hermann hat den Radweg auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt. Der Grund erschließt sich mir bis heute nicht. Zumal ja auch Herr Hermann Radfahrern gegenüber sehr positiv eingestellt ist.

In Frickenhausen beschäftigt sich nun schon der dritte Bürgermeister mit dem nicht vorhandenen Radweg. In Großbettlingen wird der lange Jahre amtierende Bürgermeister, der immer ein großer Verfechter des Radweges war und ist, demnächst in den Ruhestand gehen. Den Bau eines Radweges, eines seiner vielen Vorhaben, die er sonst auch meist erreicht hat, wird er wohl nicht mehr als aktiver Bürgermeister erleben dürfen.

Wir alle wären daher dankbar für jede Hilfe und die Bereitschaft, sich bei der richtigen Stelle für mehr Sicherheit (zumindest der Radfahrer) einzusetzen.

Leserbriefe

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