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Aichtal braucht Fördermittel

23.06.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Lorenz Kruß, Bürgermeister Stadt Aichtal. Zum Leserbrief „Bürger sorgen sich um Hochwassergefahren“ vom 6. Juni. Ich widerspreche eindeutig der Aussage, dass die Stadt die Sorgen der Bürger nicht allzu ernst nehme. Wir sind und waren uns unserer Verantwortung stets bewusst und sind beim Starkregenrisikomanagement anderen Städten und Gemeinden teilweise deutlich voraus. Dazu bedurfte es keines Anstoßes einer Initiative. Im Oktober 2018 haben wir die Vorgehensweise dazu festgelegt. Im November 2018 wurde ein Zuschussantrag zur Erstellung der Starkregengefahrenkarten gestellt, der im Juli 2019 bewilligt wurde. Danach wurde der Auftrag zur Erstellung der Karten erteilt.

Dies alles ist der Initiative längst bekannt. Und auch, dass bis zur Vorlage der Karten sechs bis sieben Monate vergehen. Die ersten Karten sind Ende März 2020 auf dem Rathaus eingetroffen. Aufgrund der Corona-Pandemie und eines festgestellten Programmierfehlers wurden die Karten bisher weder in Sitzungen des Gemeinderates noch in öffentlichen Veranstaltungen vorgestellt. Dies wird nachgeholt, sobald es die Rahmenbedingungen zulassen und der Fehler behoben ist. Es ist richtig, dass andere Kommunen bereits Geld in die Hand genommen und diverse Schutzmaßnahmen getroffen haben. Diese wurden jedoch teilweise ohne Fördergelder abgewickelt.

Wir hingegen entwickeln unsere Maßnahmen so, dass sie in Einklang mit anderen Maßnahmen stehen und förderfähig sind. Dazu bedarf es der Starkregenrisikogefahrenkarten und der sich daran anschließenden Risikoanalyse. Nur über diesen Weg können mögliche Zuschüsse bis zu 70 Prozent generiert werden. Die in diesem Kontext erwähnte Haushaltssperre wurde definitiv nicht beschlossen. Dies entscheidet sich erst in der nächsten Sitzung des Gemeinderates.

Wenn Verständnis für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger verlangt wird, was alle Verantwortlichen der Stadt und des Gemeinderates gerne und tagtäglich tun, dann sollte dies auch umgekehrt für die Vorgehensweise der Stadt und die damit verbundenen Prozesse, die sie in vielen Bereichen zeitlich nicht beeinflussen kann, gelten. Darüber hinaus erwarte ich grundsätzlich einen sachlichen und fairen Umgangston. Völlig unangebrachte Verweise auf meine persönliche Lebenssituation sind unanständig und gehören wahrlich nicht dazu. Ich stehe der Verfasserin des Leserbriefes jederzeit gerne zur Verfügung. Dies allerdings nur, soweit mir und allen Verantwortlichen mit Respekt und Fairness begegnet und eine an der Sache orientierte Diskussion geführt wird.

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