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Leserbriefe

Aber bitte nicht in der Nachbarschaft

09.04.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Desiree Fessler, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Neuer Ärger für den Waldkindergarten“ vom 3. April. Eine kleine Minderheit von Anwohnern des Waldkindergartens in Aichtal-Neuenhaus stört sich an angebrachten Bauteilen. Dies betrifft unter anderem eine (mobile!) Schranke, die dem Schutz der Kinder dient, einen Briefkasten und ein Sonnensegel. Geht es dabei wirklich um die vorgebrachten Bauteile? Oder eher darum, dass sich manche nicht mit der getroffenen Entscheidung für den Standort des Waldkindergartens Im Grörach abfinden wollen?

Anstatt an der Lösungsfindung teilzunehmen, werden immer wieder Beschwerden an das Landratsamt verschickt und nun sogar mit einer Anzeige gedroht. Das macht uns fassungslos und unterstreicht den Eindruck, dass es den Betroffenen gar nicht um eine einvernehmliche Lösung geht.

Das pädagogische Team rund um den Waldkindergarten macht eine großartige Arbeit, engagiert sich über die Maßen und sollte alle Unterstützung bekommen, die für einen optimalen Betrieb des Kindergartens nötig ist. Viele Aichtaler Familien befürworten den Waldkindergarten genau an diesem Platz und der Waldkindergarten erhält von vielen Bürgern und auch explizit von Anwohnern positive Rückmeldungen.

Kinder und Familien sind für eine lebenswerte und lebendige Stadt, für deren Attraktivität und Zukunftsfähigkeit ein ausschlaggebender Faktor. Eine Kommune zeichnet sich nicht zuletzt durch ihre Familienfreundlichkeit und ihre vielfältigen pädagogischen Einrichtungen aus, weshalb diesen im Sinne des Gemeinwohls eine außerordentliche Unterstützung zukommen sollte.

Wir wünschen uns, dass sich die betreffenden Anwohner dazu entscheiden, Teil einer gemeinsamen zukunftsfähigen Lösung zu sein. Wir wünschen uns eine kinderfreundliche Gemeinde, in der verschiedene Generationen wertschätzend miteinander leben. Sollte ein Sonnensegel das Problem sein, kann dafür sicher eine Lösung gefunden werden.

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