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Warum war Dschingis Khan so einsam?

24.04.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Galsan Tschinag las in der Buchhandlung Im Roten Haus aus seinem neuesten Roman

NÜRTINGEN (pm). Dschingis Khan ist allgegenwärtig in der heutigen Mongolei, im Lauf der Jahrhunderte ist er zur Kultfigur geworden. Sein Name ziert Straßen, Plätze, den Flughafen und ebenso Bier- und Wodkaflaschen genau deshalb erhob Galsan Tschinag diese Person zur Hauptfigur seines Romans Die neun Träume des Dschingis Khan. Am Samstag las er Passagen daraus in der Buchhandlung Im Roten Haus.

Nicht das Feuer des Dschingis-Kultes wollte er schüren, sondern den Menschen retten, der in dieser Art der Verehrung und Vermarktung zu verschwinden droht. Es gibt nur noch ein Buch, das die Zeit Dschingis Khans historisch belegt: Die geheime Geschichte der Mongolei, zufällig wiederentdeckt 1945 in Peking. Auf dieses Dokument stützt Tschinag sein Werk und er wählte ganz bewusst die beiden Ereignisse, die in der Historie nur unklar beschrieben werden, für seine Darstellung aus: die Umstände der Herkunft Dschingis Khans und die seines Todes. Er starb im Jahr 1227, nicht durch Feindeshand, sondern für einen Reiterkönig schmachvoll an den Folgen eines Sturzes vom Pferd. Zwischen Sturz und Tod liegt ein Jahr: in diesen zwölf Monaten blickt der sterbende Weltherrscher zurück auf seine Erfolge und Niederlagen, auf seine Hoffnungen und Ängste.

Es war das einzige Mal, dass Dschingis Khan weinte


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